CDU und AfD im Saarland sind Opfer eines Internet-Pranks geworden. Einträge auf Google Maps zu lokalen Geschäftsstellen der Parteien wurden umbenannt. Die CDU Saarbrücken-Stadt etwa bekam den Beinamen “buntes Eierhaus”, die AfD ein wenig schmeichelhaftes Emoji. Ob in Saarbrücken, Saarlouis oder Neunkirchen: Zahlreiche Einträge lokaler Geschäftsstellen von CDU-Verbänden im Saarland bei Google Maps hatten am Donnerstagmorgen den Beinamen “Eierhaus” im Titel. Ein bundesweiter Trend, nahezu aus allen Winkeln Deutschlands wurden ähnliche Beobachtungen gemeldet. Es kann ein verspäteter Ostergag sein, kann aber auch mit einem Vorfall vor einigen Wochen auf einer Schülerdemo gegen den Wehrdienst zusammenhängen, wie der WDR berichtet. Ein 18-Jähriger hatte dort ein Plakat mit der Aufschrift “Merz leck Eier” hochgehalten – bis die Polizei eingeschritten ist und nun laut Medienberichten gegen den 18-Jährigen ermittelt.
Nach Neonazi-Angriff mit Machete: Hunderte Menschen demonstrieren in Berlin. Ende März waren zwei 19-Jährige in Berlin-Friedrichshain brutal angegriffen worden. Am Sonntag haben sich Hunderte zum Protest versammelt. Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Berlin-Friedrichshain demonstriert, nachdem dort Ende März ein Mann und eine Frau durch eine Machete verletzt worden waren. In der Spitze seien am Sonntag 500 Menschen vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei Berlin. Die Veranstaltung sei weitgehend störungsfrei gewesen. Ende März waren ein 19 Jahre alter Mann und eine 19 Jahre alte Frau in Berlin-Friedrichshain nach dem Besuch eines Lokals in der Jessnerstraße mit einer Machete verletzt worden. Die Polizei hatte damals mitgeteilt, dass zwei Männer nach dem Angriff in unbekannte Richtung geflüchtet seien und dabei verfassungsfeindliche Parolen gerufen haben sollen.
Entertainer Hape Kerkeling hat die CSD-Schirmherrschaft im brandenburgischen Golßen übernommen. Dort hat die rechtsextreme AfD zuletzt die absolute Mehrheit erreicht. Der offen schwule Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling wird Schirmherr des diesjährigen Christopher Street Day am 20. Juni in der brandenburgischen Landstadt Golßen (Landkreis Dahme-Spreewald). Das gab der 61-Jährige in einer Videobotschaft bekannt, die das Bündnis CSD Golßen auf Instagram gepostet hat. Kerkeling erklärte, er wolle die Schirmherrschaft übernehmen, “weil ihr zeigt, dass Vielfalt kein reines Großstadtthema ist.” Ferner sagte er: “Heimat ist für mich ein Ort, an dem man keine Angst haben muss, so zu sein, wie man ist.”
In Melle (Landkreis Osnabrück) haben am Dienstagabend laut Polizei rund 1.200 Menschen gegen eine Veranstaltung der AfD demonstriert. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis aus verschiedenen Akteurinnen und Akteuren. “Wir wollen die Alternative zur Alternative aufzeigen”, sagte Mareike Werges (Grüne), eine der Demo-Organisatorinnen, dem NDR Niedersachsen vor Ort. “Als die Veranstaltung bekannt gegeben wurde, war die AfD noch als gesichert rechtsextremistisch eingestuft”, so Werges. Die Gegendemo unter dem Motto “Melle bleibt bunt” sollte Menschen die Möglichkeit bieten, “gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt zu setzen”, schreibt das “Bündnis Demokratie Melle”, das die Demo mitorganisiert hatte. Rund 100 Menschen beim “Bürgerdialog” Die AfD-Bundestagsfraktion wollte eigenen Angaben zufolge bei ihrem “Bürgerdialog” Interessierten die Möglichkeit geben, mit Abgeordneten aus der Region direkt in Kontakt zu treten. Mit Blick auf die Gegendemo sagte der AfD-Politiker Jörn König, diese sei “im Grunde eine Demo gegen einen großen Teil des Deutschen Bundestags” und “eine Demo gegen die Demokratie.” Rund 100 Interessierte nahmen an der AfD-Veranstaltung teil. Fast anderthalb Stunden lang stellten König und seine Kollegen AfD-Positionen vor, berichtet eine NDR Reporterin, erst danach waren Fragen erlaubt. Kritiker wird das Mikro weggerissen Unter die knapp 100 Partei-Anhänger im Publikum hatten sich auch Kritiker gemischt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Uhlen meldete sich während der Veranstaltung zu Wort. Die Reaktion werde ihn noch eine Weile beschäftigen, sagte er dem NDR Niedersachsen: “Mir ist das noch nie passiert, dass ich so ausgebuht worden bin – und dass mir jemand aus dem Publikum das Mikrofon weggerissen hat.”
“The America that I love, that’s been a beacon of hope and liberty around the world, is in the hands of a corrupt, incompetent, racist, reckless, and treasonous administration,” Springsteen said. Before a single note of music was played at the opening night of the 2026 Land of Hope and Dreams Tour, it was clear this wasn’t going to be a typical Bruce Springsteen & the E Street Band concert. In a break from decades of tradition, the band walked onto the stage in total darkness, visible to the crowd only in hazy silhouette. Springsteen came out last, and addressed the capacity crowd at the Target Center in Minneapolis, speaking much like he did at the city’s No Kings rally a few days earlier. (..) As final word “war” echoed through the arena, the stage lights flicked on. Springsteen and the band emerged from the darkness, and they ripped into Edwin Starr’s 1970 classic “War,” which they hadn’t played since America last started a Middle Eastern war in 2003. It was a fiery rendition featuring special guest Tom Morello on guitar, allowing Springsteen to roam the stage instrument-free, and it transitioned right into an impassioned “Born in the U.S.A.,” a song Springsteen recently allowed the ACLU to use in their battle to overturn Trump’s anti-birthright citizenship executive order. (In remarkable timing, the Supreme Court was a little over 12 hours away from hearing oral arguments in the landmark case about whether people born in the U.S.A. are citizens.)
Rechtsextreme Gruppen suchen zunehmend die Konfrontation im öffentlichen Raum – während sich online Minderjährige für einen «Rassenkrieg» radikalisieren. Am Samstag wollen die Neonazis eine linke Demonstration angreifen. In Lausanne droht am Samstag ein Zusammenstoss zwischen Links- und Rechtsextremen. Der rechtsextreme Active Club Romandia ruft zur Gegendemonstration auf, andere rechte Gruppen offen zur Gewalt. Die Stadtpolizei Lausanne zeigt Gewaltaufrufe bei der Staatsanwaltschaft an. Der Ton ist martialisch: «Marschiert oder sterbt.» Unter dem Titel «Aufruf zur patriotischen Versammlung» versuchen Rechtsextreme über Onlinekanäle wie Telegram am kommenden Samstag in Lausanne eine Demonstration zu organisieren. In aller Öffentlichkeit. Ziel ihres Protests: ein bewilligter Demonstrationsumzug linksautonomer Organisationen, der am Samstag durch Lausanne zieht und sich gegen das «Erstarken des Faschismus» richtet. Die Organisatoren erwarten 3000 Teilnehmer. Es droht ein gewalttätiger Zusammenstoss. Absender des Aufrufs zur Gegendemonstration ist der Active Club Romandia, eine im März 2024 gegründete rechtsextreme Gruppierung, die sich an der weltweiten Bewegung der sogenannten Active Clubs orientiert. Active Clubs sind lose organisierte rechtsextreme Gruppen, die ihren Ursprung in den USA haben – und intensiv Kampfsport betreiben. Inzwischen gibt es Ableger in knapp 30 Ländern, auch in der Schweiz. Die Dachorganisation in der Schweiz hat auf Telegram über 1300 Follower. Besonders etabliert sind sie in der Romandie. Doch auch andere Gruppierungen treten in Bezug auf Samstag mit teils noch radikaleren Botschaften auf. So berichtet die Zeitung «24 Heures» über eine Gruppe namens Jeunesse 13 Nationaliste, die auf einem Flyer für Samstag offen zur Gewalt aufruft: «Wir schlagen euch die Zähne ein!» (…) Rechtsextreme treten zunehmend selbstbewusst in der Öffentlichkeit auf. Im Februar demonstrierten 600 Personen gegen eine Impfpflicht. Angeführt wurde der vom Verein Mass-voll organisierte Demonstrationszug von der rechtsextremen Gruppierung Junge Tat. Auf Anfrage sagt Mass-voll-Gründer Nicolas Rimoldi, er werde nicht an der Demonstration in Lausanne teilnehmen. Der NDB beobachtet derweil im Zusammenhang mit Rechtsextremen eine Entwicklung, die Sprecherin Matta als die «besorgniserregendste Veränderung» beschreibt: die Onlineradikalisierung von Minderjährigen und jungen Erwachsenen mit terroristischen Absichten, insbesondere über Diskussionsgruppen im Zusammenhang mit Theorien zu einem bevorstehenden Rassenkrieg
Die AfD-Politikerin hat sich im Bundestag über eine „Miss Germany“-Finalistin mit Kopftuch empört. Die Reaktion schlägt hohe Wellen. „Meine neue Freundin Beatrice von der AfD hat jetzt zum ersten Mal Werbung für mich und meine Brand im Bundestag gemacht. Deswegen seid gefälligst nett zu ihr“, beginnt Büsra Sayed ihr Video in den sozialen Netzwerken. Die 27-Jährige reagierte damit humorvoll auf eine Rede der AfD-Politikerin Beatrix von Storch im Bundestag. Stroch hat in ihrer Rede zum Internationalen Frauentag scharfe Kritik am heutigen Feminismus geäußert. Demnach würden Frauenrechte im Namen des aus ihrer Sicht intersektionalen Feminismus verraten und stattdessen islamistische und transideologische Positionen befördert. (…) Als angeblich besonders groteskes Beispiel nannte sie das „Miss Germany“-Finale. Von Storch warnte: „Mit Hijab und schariakonformer Kleidung verschwindet die Frau. Von ihr bleibt nur noch das Gesicht, und am Ende nicht mal das.“ In ein paar Jahren, prophezeite sie spöttisch, werde die erste Burka-Trägerin als Miss Germany gekürt und die Grünen würden über die „Sichtbarkeit muslimischer Frauen“ jubeln. Auch in dem kurzen Video-Beitrag von Büsra Sayed wird ein Ausschnitt der Rede von Beatrix von Storch im Bundestag gezeigt. Storch sagt hier: „Premiere bei Miss Germany dieses Jahr. Von neun Finalistinnen trugen zwei Hijab. Hijab im Miss-Germany-Finale! Und die eine hat nicht nur Hijab getragen, sie ist eine echte Hijab-Aktivistin. Sie vermarktet das.“ Die Schlussfolgerung der AfD-Politikerin: „Wenn die Teilnahme von so einer Islam-Aktivistin im Miss-Germany-Finale ein Fortschritt sein soll, dann leben wir in Absurdistan. Und zwar in einem sehr gefährlichen Absurdistan.“ „Miss Germany“-Finalistin stellt Beatrix von Storch als angebliche Werbepartnerin vor Büsra Sayed trat bei „Miss Germany“ als Nachwuchsgründerin in der Kategorie „Female Founder“ an, da sie das Modelabel Caramella gegründet hat, das Frauen mit dem traditionellen Kopftuch Hijab stärker sichtbar machen soll. In ihrer humorvollen Replik auf die Empörung der AfD-Politikerin hat Sayed ihr Modelabel ins Spiel gebracht. Es sei von Storchs erste Kooperation, deshalb habe sie den Rabattcode vergessen, kommentierte die 27-Jährige satirisch. Der Code laute „AfD10“ und gelte auch für Hijabs – auch in der Lieblingsfarbe „AfD-Blue“ ihrer Freundin Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD.
siehe auch: Nach „Miss Germany“: Büsra Sayed reagiert mit Humor auf AfD-Empörung Für ihr Kopftuch hat Miss-Germany-Finalistin Büsra Sayed schon viel Hass abbekommen. Jetzt wurden Sayed und ihr „Hijab“ sogar Thema im Bundestag. Auf die Empörung der AfD hat die gebürtige Georgsmarienhütterin mit einem humorvollen Instagram-Video reagiert – und dafür viel Liebe erhalten. Dass zwei Finalistinnen von „Miss Germany“ in diesem Jahr einen Hijab (Kopftuch) trugen, hat im Bundestag für Entrüstung gesorgt: „Wenn die Teilnahme so einer Islam-Aktivistin im Miss-Germany-Finale ein Fortschritt sein soll, dann leben wir in Absurdistan, und zwar in einem sehr gefährlichen Absurdistan“, protestierte Beatrix von Storch (AfD). Eine dieser Finalistinnen kommt gebürtig aus Georgsmarienhütte: Büsra Sayed. Den Sieg beim Wettbewerb hat sie vor wenigen Wochen nicht für sich beanspruchen können, doch nun ist ihr ein anderer Erfolg gelungen. Denn nach all der Aufregung über ihr Kopftuch, die sogar im Bundestag landete, hat die Influencerin das gemacht, was sie wohl am besten kann: ein lustiges Video. Büsra Sayed dreht den Spieß um Denn sie sieht es so: Die AfD hat sie in den Bundestag gebracht. „Meine Freundin Beatrice von der AfD macht das erste Mal Werbung für mich und meine ‚Brand‘ im Bundestag“, dreht Sayed den Spieß kreativ um. Und legt nach: „Das war ihre erste Kooperation, deswegen hat sie den Rabattcode vergessen.“ Mit „AfD10“ könne man nun in ihrem Online-Shop zehn Prozent auf alle Hijabs sparen, verkündet die Unternehmerin. Ja, auch auf die in der Lieblingsfarbe von Alice Weidel, „AfD-Blue“.