Es geht um ein Video: Brandenburger AfD-Bürgermeister Raue im Streit mit der Kirche – #hetzer

Der evangelische Landesbischof wirft Jüterbogs Bürgermeister Hetze vor und stellt sich an die Seite zweier Pfarrer. Auch die Polizei prüft ein Youtube-Video des AfD-Rathauschefs. Die evangelische Kirche liegt im Streit mit dem Jüterboger Bürgermeister Arne Raue (AfD) aufgrund von Vorwürfen in einem Video gegen zwei Pfarrer. Auch die Polizei hat sich eingeschaltet. Die Polizeidirektion West teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, der Inhalt des Videos werde auf strafrechtliche Relevanz geprüft.  Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) kritisierte in einer Mitteilung, Raue verunglimpfe zwei Pfarrer und greife die Ehrenamtsgruppe „Gemeinsam in Jüterbog“ massiv an. Diese Gruppe engagiert sich für die Flüchtlingshilfe. Raue hatte in einem Video auf seinem privaten Youtube-Account am Silvestertag gesagt, Pfarrerin Mechthild Falk habe „Straftaten ihrer Neuankömmlingsschützlinge“ gedeckt. Er wandte sich auch gegen Pfarrer Tileman Wiarda und warf ihm vor, zu hetzen und zu spalten. Raue, der seit kurzem AfD-Mitglied ist, sagte, dass er im Video seine Privatmeinung äußere. Er ist der einzige hauptamtliche Bürgermeister der AfD in Brandenburg, will aber in den Bundestag einziehen. „Die verbalen Angriffe von Bürgermeister Arne Raue auf Pfarrerin Mechthild Falk und Pfarrer Tileman Wiarda sind unerträglich. Ich danke ihnen für den sehr guten Dienst, den sie für ihre Kirche und die Menschen in Jüterbog machen“, sagte Landesbischof Christian Stäblein. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Hetze unser Miteinander zersetzt.“ Der Bürgermeister sagte der dpa zu seinem Video, es herrsche Meinungsvielfalt und er sage genau das, was er denke. Raue kritisierte eine Demonstration vor dem Rathaus in Jüterbog, bei der es „Nazis raus“-Rufe gegeben habe.

via tagesspiegel: Es geht um ein Video: Brandenburger AfD-Bürgermeister Raue im Streit mit der Kirche

Organisatoren mit Protest zufrieden – 650 Menschen demonstrieren in Nehren gegen AfD-Politiker

Was für ein Empfang: Bei einem Wahlkampftermin in Nehren wird ein AfD-Politiker von 650 Demonstrierenden ausgepfiffen. Sie wollen die AfD nicht in dem kleinen Ort. In Nehren (Kreis Tübingen) haben am Dienstagabend rund 650 Menschen demonstriert. Grund war ein Besuch des Bundestagsabgeordneten Malte Kaufmann von der Alternative für Deutschland (AfD). Die Partei hat sich auf SWR-Anfrage bisher nicht geäußert. Einige Protestierende ärgern sich, dass die AfD ihre Veranstaltung im Gasthaus Nehrener Hof abhalten konnte. Der Inhaber, Werner Jung, kann den Unmut nicht verstehen. Er sieht sich als politisch neutral und versichert, er würde den Raum an jede Partei vermieten, ganz egal ob rechts oder links. Die Veranstaltung der AfD hat er als ruhig und unproblematisch wahrgenommen. Laut ihm ging es dort vor allem um Wirtschaftspolitik. Die Demonstration hat ihn gestört. Im Gespräch mit dem SWR klagte er über das “unmögliche laute Geschrei” von draußen. Nun hat er zahlreiche schlechte Bewertungen von den Demonstrierenden für seinen Gasthof bekommen. Trotzdem würde er wieder so handeln, sagt er. Wahlkampf in Nehren: Eine gute Idee? Während drinnen im Gasthaus der AfD-Politiker Malte Kaufmann aus dem Wahlkreis Heidelberg vor etwa 90 Interessierten sprach, riefen draußen die Demonstrierenden “Alle zusammen gegen den Faschismus” und sangen “Schrei nach Liebe” von der Band Die Ärzte.

via swr: Organisatoren mit Protest zufrieden 650 Menschen demonstrieren in Nehren gegen AfD-Politiker

Neue Bewegung: Studis gegen Rechts – Vom Hörsaal auf die Straße

An vielen Universitäten haben sich Ortsgruppen der „Studis gegen Rechts“ gegründet. In Riesa gehen sie gegen den AfD-Bundesparteitag auf die Straße. Die studentische Initiative Studis gegen Rechts ruft zum Protest gegen den Bundesparteitag der AfD am 11. Januar im sächsischen Riesa auf. Die Hochschulgruppen, die es bundesweit in 35 Städten gibt, werben für die Teilnahme an den Protesten und verkaufen Bustickets für eine gemeinsame Anreise. Zu den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag mobilisieren auch das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das Bündnis Widersetzen ruft zudem zu zivilem Ungehorsam rund um den Parteitag auf. Die Studis gegen Rechts haben sich nach dem Bekanntwerden des sogenannten AfD-Geheimtreffens im Januar letzten Jahres gegründet. Mit der Ini­tia­ti­ve, die dem linken Studierendenverband SDS nahesteht, wollen sich Studierende gegen den Rechtsruck engagieren. Im vergangenen Jahr haben die Studis gegen Rechts unter anderem studentische Vollversammlungen vor Ort einberufen und ein bundesweites Vernetzungstreffen in Berlin abgehalten, an dem 280 Studierende aus 35 Städten teilnahmen. Für einige Ortsgruppen der Studis gegen Rechts ist der Protest in Riesa der Auftakt ihres Engagements.

via taz: Neue Bewegung Studis gegen Rechts Vom Hörsaal auf die Straße

Traditionsfirma gegen AfD – Trigema-Chefin erteilt Höcke kleine Wirtschaftslehrstunde

Es heißt »Made in Germany«, nicht »Made by Germans«: Bonita Grupp, Chefin des Bekleidungsunternehmens Trigema, hat auf eine Attacke der AfD reagiert – und erläutert, was deren Flüchtlingspolitik für die Firma bedeuten würde. (…) Bonita Grupp, Firmenchefin und Nachfolgerin des Patriarchen Wolfgang Grupp, zeigte sich in einem Interview mit dem Sender n-tv  verwundert über die Forderung, 1000 Euro Rückkehrprämie an Syrerinnen und Syrer auszuzahlen. »Ich finde es schwierig, so schnell davon auszugehen, dass die Menschen nach Syrien zurückkehren können oder wollen. Viele haben sich hier in Deutschland vollends integriert«, sagte sie. (…) Auch in Richtung AfD wandte sich Grupp. Deren thüringischer Landeschef, der rechtsextreme Björn Höcke, hatte die Initiative »Made in Germany. Made by Vielfalt«, bei der sich Trigema engagiert, verbal attackiert und »schwere wirtschaftliche Turbulenzen« gewünscht. Grupp sagte, sie habe die Aussagen zuerst kaum glauben können. Und weiter: »Es gibt Menschen, die leider denken, dass ›Made in Germany‹ eigentlich ›Made by Germans‹ bedeutet. Das ist aber nicht der Fall und war es übrigens auch nie.« Laut Grupp haben 35 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Trigema einen Migrationshintergrund. »Ohne diese Fachkräfte könnten wir unsere Produktion nicht aufrechterhalten – so wie viele andere Unternehmen auch.«

via spiegel: Traditionsfirma gegen AfD Trigema-Chefin erteilt Höcke kleine Wirtschaftslehrstunde

siehe auch: Unternehmerin kontert Attacke – Diese Firmen-Chefin erteilt Björn Höcke und der AfD eine Lehrstunde. Die Trigema-Chefin hat auf eine AfD-Attacke reagiert und die Bedeutung von Mitarbeitern mit Migrationsgeschichte unterstrichen. „Made in Germany“ bedeute nicht „Made by Germans“. Weil Trigema sich bei der Initiative „Made in Germany. Made by Vielfalt“ engagiert, hatte Björn Höcke (AfD) dem schwäbischen Textilunternehmen und anderen mittelständischen Firmen, die sich daran beteiligten „schwere wirtschaftliche Turbulenzen“ gewünscht. Keine Migration = Keine Produktion Bonita Grupp, die die Nachfolge von ihrem Vater Wolfgang Grupp angetreten hat und Trigema gemeinsam mit ihrem Bruder Wolfgang Grupp junior führt, Habe Höckes Aussagen zuerst kaum glauben können, erklärte sie im Interview bei capital.de.

German fans chant ‘Nazis out!’ after racist remark

Crowd condemns fan disrupting Magdeburg attack tribute with racist outburst. Football fans in Germany loudly chanted “Nazis out!” after a racist spectator interrupted a minute’s silence for the victims of the Magdeburg attack during Saturday’s 3. Liga match between Rot-Weiss Essen and VfB Stuttgart II. The incident occurred when a 57-year-old German supporter of Essen shouted “Germany is for Germans” during the tribute. Police immediately removed the man from the stadium for his racist remarks. Authorities later announced that the individual had been banned from attending matches, and an investigation into his actions had been initiated. Henrik Lerch, the press spokesman for Rot-Weiss Essen, supported the fans’ strong response, saying their stand against racism was appropriate.

via AA: German fans chant ‘Nazis out!’ after racist remark

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Er schlug einen AfD-Mann zusammen: Das sagt SPD-Politiker Lukas Gottschalk zu den Vorwürfen

Am Samstagmorgen eskalierte in einer Kneipe in Hürth ein Streit zwischen Ratsmitgliedern von AfD und SPD. Fäuste flogen, Tritte wurden verteilt. Besonders ein Sozialdemokrat fiel negativ auf. Lukas Gottschalk ist Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Stadtrat von Hürth bei Köln. Während des Streites fielen vor allem er und seine Brutalität auf, mit der er den AfD-Abgeordneten Norbert Raatz attackierte. In einem Statement äußert sich der 31-Jährige nun zu den Vorfällen, erhebt seinerseits Vorwürfe und erklärt, wie es für ihn nun politisch weitergehen soll. „In einer Hürther Gaststätte kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag nach z.T. fremdenfeindlichen Provokationen von Gästen zu einer Auseinandersetzung, an der ich, Lukas Gottschalk, als Privatperson beteiligt war. Nach einer friedlichen Weihnachtsfeier besuchte ich mit meiner Verlobten gegen 03.50 Uhr die Gaststätte in Alt-Hürth, wo wir zunächst wegen unserer Weihnachtspullover angepöbelt wurden. Die Gäste an der Theke, unter ihnen das AfD-Ratsmitglied Norbert Raatz, nahmen den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt zum Anlass, um lautstark rassistische und menschenverachtende Reden zu schwingen. Nachdem dann meine Verlobte vom Wirt auch noch sexistisch beleidigt wurde, kam es auch zu Handgreiflichkeiten. Da uns ein Verlassen der Gaststätte aufgrund der mit einem Rollladen verschlossenen Tür nicht möglich war, schaukelte sich die Situation hoch. Das heimlich aufgenommene und rechtswidrig verbreitete Video zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Vorfalls. Die vorausgegangenen rassistischen Parolen sind auf dem Video natürlich nicht zu hören. Rückblickend bedauere ich zutiefst, dass ich in dieser Situation nicht die Besonnenheit bewahren konnte, die notwendig gewesen wäre, um auf diese üblen Provokationen angemessen zu reagieren. Es tut mir leid, dass es zu diesem Vorfall gekommen ist. Meine Begleiter und ich haben Anzeige wegen Volksverhetzung, Beleidigung, Körperverletzung sowie der Verbreitung der Videoaufnahmen erstattet und der Staatsschutz ermittelt. Mein politisches Engagement werde ich bis zur Klärung des Vorfalls vorübergehend ruhen lassen.“

via berliner zeitung: Er schlug einen AfD-Mann zusammen: Das sagt SPD-Politiker Lukas Gottschalk zu den Vorwürfen

siehe auch: Auseinandersetzung zwischen Politikern von SPD und AfD in Hürth. Am frühen Samstagmorgen hat es in einem Lokal in Hürth eine Auseinandersetzung zwischen einem SPD-Politiker und einem AfD-Politiker gegeben. Weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen ist, ermittelt jetzt der Staatsschutz. Laut Polizei waren SPD-Stadtrat Lukas Gottschalk und AfD-Stadtrat Norbert Raatz in die Auseinandersetzung in einer Kneipe in Hürth involviert.

Auseinandersetzung zwischen Politikern von SPD und AfD in Hürth

Am frühen Samstagmorgen hat es in einem Lokal in Hürth eine Auseinandersetzung zwischen einem SPD-Politiker und einem AfD-Politiker gegeben. Weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen ist, ermittelt jetzt der Staatsschutz. Laut Polizei waren SPD-Stadtrat Lukas Gottschalk und AfD-Stadtrat Norbert Raatz in die Auseinandersetzung in einer Kneipe in Hürth involviert. Wie genau es zu dem Vorfall am frühen Samstagmorgen gekommen ist, dazu äußert sich die Polizei bisher nicht. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Ein politisch motivierter Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

via wdr: Auseinandersetzung zwischen Politikern von SPD und AfD in Hürth

siehe auch: Kneipenschlägerei in Hürth SPD-Mann soll AfD-Politiker in Kneipe geschlagen haben. In Hürth wird ein AfD-Politiker offenbar von einem Ratskollegen aus der SPD angegriffen. Ein Video zeigt die Kneipenschlägerei, die Polizei ermittelt. In den sozialen Netzwerken kursiert aktuell ein Video, das einen Angriff eines SPD-Politikers auf das Hürther AfD-Ratsmitglied Norbert Raatz zeigen soll. Der Vorfall soll sich in der Nacht auf Samstag (21. Dezember) in einer Gaststätte in Hürth ereignet haben und wurde offenbar von einer Überwachungskamera gefilmt. Auf dem Video, das gegen 5.30 Uhr aufgenommen wurde, ist zu sehen, wie mehrere Personen – darunter der SPD-Politiker – in Streit mit Raatz, einem seiner Begleiter und dem Thekenpersonal geraten. Es fallen Beleidigungen in Richtung des AfD-Politikers, so ist unter anderem das Wort “Nazi-Schwein” zu hören. Worum es bei dem Streit genau ging, wird in den Aufnahmen nicht deutlich.

Bundesarchiv B 145 Bild-F055062-0021A, Köln, SPD-Parteitag, Wehner.jpg
Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F055062-0021A / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link