Bei einem Raubüberfall auf eine Volksbank in Duisburg hatte Sascha Gläser Geld erbeutet. Nun wollte er für die AfD ins Schweriner Landesparlament. Am 19. Dezember 2012 betritt ein unmaskierter Mann eine Volksbank-Filiale im Duisburger Stadtteil Rumeln. Aus seiner Jacke zieht er eine vermeintliche Pistole, bedroht damit die Kassiererin und fordert Bargeld. Die Frau händigt dem Mann das Geld aus, der Täter flüchtet zu Fuß. Die Duisburger Polizei veröffentlicht noch am gleichen Tag ein Foto des Täters. Er habe „eine gepflegte Erscheinung und kurze Haare mit einem Ansatz von Geheimratsecken“, heißt es in der Öffentlichkeitsfahndung. Über den Banküberfall berichtet vor fast 14 Jahren auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die wie diese Redaktion zur FUNKE Mediengruppe gehört. Übereinstimmende Medienberichte zeigen nun, dass es sich bei dem Mann um den heute 41 Jahre alten AfD-Politiker Sascha Gläser aus Rostock handelt. Gläser ist stellvertretender Kreisvorsitzender und Direktkandidat für die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (…) Der AfD in Mecklenburg-Vorpommern sei der Banküberfall nicht bekannt gewesen. Juristische Auswirkungen auf seine Kandidatur hat der damalige Überfall keine mehr. Der AfD-Co-Landeschef Enrico Schult sagte der „Bild“: „Da Herr Gläser nicht mehr vom Wahlzettel gestrichen werden kann, erwarten wir, dass er im Erfolgsfall auf das Mandat verzichtet, was er uns gegenüber bereits angekündigt hat.“

via morgenpost: Verurteilter Bankräuber kandidiert für die AfD in Mecklenburg-Vorpommern

siehe dazu auch: Saß zwei Jahre im Gefängnis AfD-Kandidat für Rostock raubte bewaffnet Bank aus Ein ehemaliger Bankräuber tritt für die AfD als Direktkandidat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an. Sascha Gläser beging im Jahr 2012 einen bewaffneten Überfall und verbüßte dafür eine Haftstrafe. FOCUS online bei Google bevorzugen Der heute 41-jährige Rostocker raubte im Dezember 2012 eine Bankfiliale in Duisburg aus, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Das zuständige Gericht verurteilte ihn dafür im Jahr 2013 wegen schwerer räuberischer Erpressung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Juristische Auswirkungen auf seine politische Kandidatur hat das Urteil nach Ablauf der gesetzlichen Fünfjahresfrist für den Verlust der Wählbarkeit nicht mehr. Linker: „AfD Risikofaktor für unsere Gesellschaft“ Die Nachricht stieß im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern auf scharfe Kritik der anderen Fraktionen, die der AfD Scheinheiligkeit vorwerfen. Michael Noetzel, innenpolitischer Sprecher der Linken, äußerte sich besorgt über die Personalie: „Die AfD ist ein echter Risikofaktor für unsere Gesellschaft“, sagte er. Auch Vertreter von CDU und Grünen kritisierten die Nominierung und forderten eine lückenlose politische Aufarbeitung.

siehe dazu auch: Screenshot WAZ 2012:


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