Alexander Eichwald hielt bei der AfD eine Rede im Stil von Hitler. Nun wurde er aus der Partei ausgeschlossen, will den Rauswurf aber nicht hinnehmen. An den 29. November 2025 haben viele in der AfD noch gut im Gedächtnis. An diesem Tag gründete sich im hessischen Gießen die neue Jugendorganisation “Generation Deutschland”, Jean-Pascal Holm wurde zu ihrem Chef gewählt. Doch die Gründungseuphorie störte ein junger Mann gewaltig: Alexander Eichwald, ein Delegierter aus Herford in Nordrhein-Westfalen. Als er sich um ein Amt im Vorstand bewarb, hielt er eine Rede, die – noch während er auf der Bühne stand – viele im Saal aus der Fassung brachte. Denn Eichwalds Vortrag erinnerte nicht wenige an die Reden Hitlers. Er rollte das “R” stark, fuchtelte mit den Armen und sagte Sätze wie diese: “Die Liebe und Treue zu Deutschland teilen wir uns hier gemeinsam” und “Es ist und bleibt unsere nationale Pflicht, die deutsche Kultur vor Fremdeinflüssen zu schützen.” Er erklärte auch, dass Menschen, die sich dafür einsetzten, dass in Deutschland geborene Kinder automatisch deutsch seien, “bei einem Schwein, welches in einem Kuhstall geboren wurde”, niemals sagen würden “ja, es ist doch eine Kuh und kein Schwein”. (…) Am Wochenende folgte das parteiinterne Schiedsgericht der AfD-Nordrhein-Westfalen dem Antrag und schloss Eichwald aus der Partei aus. Der war nicht persönlich zur Verhandlung erschienen, hatte aber kurz vorher zwei Videos mit Vorwürfen gegen die AfD bei YouTube hochgeladen. In diesem erklärte er: “Ich bin weiterhin Mitglied der AfD und beabsichtige, es weiterhin zu bleiben.” Er betonte auch, dass er im November in Gießen von niemandem eingeschleust worden sei und für seine Rede auch kein Geld bekommen habe. Zum STANDARD sagte Eichwald, er sei nicht zum Termin vor dem Landesschiedsgericht erschienen, da er seine Argumente gegen den Ausschluss ohnehin schriftlich vorgebracht habe – etwa, dass Fuchteln mit den Armen oder das rollende “R” keinen AfD-Regularien widerspreche. Den Rauswurf nimmt er nicht hin, er geht nun zum Bundesschiedsgericht

via standard: REAKTION “Hitler-Redner” Alexander Eichwald wehrt sich gegen Rauswurf bei der AfD