Dan E. nannte den Rechtsterroristen Anders Breivik sein Vorbild und kündigte an, Menschen zu töten. Die Staatsanwaltschaft sieht allerdings Anzeichen für eine mögliche Schuldunfähigkeit. Ein bekannter Rechtsextremist aus Bayern, der Ende September festgenommen worden war, soll nun dauerhaft in die Psychiatrie kommen. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, hat die Behörde vor dem Landgericht Berlin I ein Sicherungsverfahren gegen den 31-Jährigen eingeleitet. Der Mann soll in einer sogenannten therapeutischen Wohngemeinschaft in Kreuzberg mehrfach mit Tötungen gedroht und auch ein verbotenes Messer besessen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann zur Tatzeit aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung schuldunfähig gewesen sein könnte. Es lägen Anhaltspunkte dafür vor, hieß es. Ziel des Verfahrens ist daher seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Dem Mann werden in drei Fällen eine Bedrohung, eine Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Bei dem Mann handelt es sich um Dan E., einen früheren Regionalkader der Partei „Die Rechte“, der vor rund zehn Jahren im Umfeld der Münchner Pegida-Bewegung aktiv war. Im vergangenen Jahr war er in Berlin im Dunstkreis des jungen Neonazis Julian M. und seiner extrem gewaltbereiten Gruppierung „Deutsche Jugend Voran“ (DJV) aufgefallen. Die Amokdrohung In seiner Berliner Therapie-WG soll Dan E. am 24. September 2025 seinem Betreuer gesagt haben, er wolle eine andere Person erstechen, und dabei ein Messer gezeigt haben. Zwei Tage später habe er dem Betreuer gegenüber angekündigt, sich selbst das Leben zu nehmen – und zuvor „Ausländer“ zu töten, um anschließend durch einen sogenannten „Suicide by Cop“ zu sterben, also im Kampf mit der Polizei getötet zu werden.

via tagesspiegel: Bekannter Neonazi wollte wie Breivik Ausländer töten: Berliner Staatsanwaltschaft beantragt dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie