Nach seinem Auftritt bei „Markus Lanz“ kritisieren Parteikollegen die Einschätzungen von Tino Chrupalla über Russland als naiv und gefährlich. CDU-Politiker Kiesewetter nennt den AfD-Chef einen „Verrückten“. Beschwichtigende Äußerungen von AfD-Chef Tino Chrupalla über Russland in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ und Aussagen über den Nato-Partner Polen stoßen in der Union, aber auch in der AfD selbst auf heftige Kritik. CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter bezeichnet Chrupalla als „Russland-Troll“ und „Verrückten“, nachdem der AfD-Chef ihn in der „Lanz“-Sendung mit dem russischen Ex-Präsidenten Dmitri Medwedjew verglichen hatte. „Chrupalla ist jetzt massiv unter Druck in der eigenen AfD“, sagte Kiesewetter im Gespräch mit WELT TV. „Das heißt, diese Partei merkt, dass sie einen Russland-Troll an der Spitze haben, jemanden, der im Auftrag Putins Propaganda verbreitet und einen frei gewählten Abgeordneten mit einem Kriegsverbrecher vergleicht.“ Nun falle auch dem „letzten verqueren AfD-Anhänger auf, dass da irgendwas im Kopf eines Handwerksmeisters aus Görlitz nicht stimmt“. Chrupalla hatte bei Lanz gesagt, er sehe aktuell durch Russland keine Gefahr für Deutschland. Auf die Frage, ob er keinen hybriden Krieg sehe und die Situation in der Ukraine mit Millionen Menschen auf der Flucht, sagte er, jedes Land könne eine Gefahr für Deutschland werden.

via welt: „Die AfD hat einen Russland-Troll an der Spitze“ – Scharfe Kritik an Chrupalla