Liebich wurde 2023 als Neonazi verurteilt, änderte dann den Geschlechtseintrag, nannte sich Marla Svenja. Vor Haftantritt im Frauengefängnis untergetaucht – zuvor aber noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Antisemitismusbeauftragten Felix Klein veranlasst. Das Bundesinnenministerium reagierte nun. (…) Das Antwortschreiben des Bundesinnenministeriums an Liebich, datiert auf den 13. Oktober, liegt unserer Redaktion vor. Daraus geht hervor, dass Liebich Klein vorgeworfen hat, seine Dienstpflichten verletzt zu haben. Konkret ging es um die Aussage, Liebich „verhöhne nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern alle gläubigen Menschen“. Das Ministerium stellt in dem Schreiben jedoch fest, dass Kleins öffentliche Äußerung zur Person Liebich „keine Anhaltspunkte für eine Dienstpflichtverletzung erkennen lässt“. Die Dienstaufsichtsbeschwerde wurde als nicht begründet angesehen und zurückgewiesen. Der Antisemitismusbeauftragte hatte im August auf die Behauptung von Marla Svenja Liebich auf X reagiert, Antrag auf koschere Verpflegung während des Strafvollzugs gestellt zu haben. Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben sagte unserer Redaktion damals wörtlich: „Nun zu behaupten, gläubige Jüdin zu sein, verbunden mit dem Wunsch nach koscherer Gefängniskost, verhöhnt nicht nur Jüdinnen und Juden, sondern alle gläubigen Menschen, ungeachtet, welchem Glauben sie anhängen.“

via rp online: Marla Svenja Liebich weiter untergetaucht Neonazi scheitert mit Beschwerde gegen Antisemitismusbeauftragten