Rechtsextreme wollen am 21. Juni in Berlin-Marzahn aufmarschieren. Hinter der Aktion steckt eine neue Gruppe, die laut Verfassungsschutz als „gewaltorientiert“ gilt. Die rechtsextremistische Gruppe „Deutsche Jugend voran“ hat ihre Versammlung mit 300 Teilnehmern auch auf Instagram angekündigt – ihr Ziel: die „6. Marzahn Pride“. Unter dem Motto „Gegen Identitätsverwirrung und Genderwahn“ planen sie eine Demo vom Rewe/dm-Parkplatz in Alt-Marzahn bis zum Victor-Klemperer-Platz. Zur gleichen Zeit startet dort das queere Straßenfest. Die „6. Marzahn Pride“ beginnt um 14 Uhr. Die Route: Märkische Allee – Allee der Kosmonauten – Landsberger Allee – Raoul-Wallenberg-Straße – Victor-Klemperer-Platz. Mit dabei: Berlins Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe. Sie sagt: „Mit großer Sorge sehe ich, wie die bunte Pride Parade in Marzahn von Neonazis gestört werden soll. Das darf nicht passieren! Die Marzahn Pride ist ein friedliches und buntes Fest der queeren Community! Wir werden gemeinsam Haltung und klare Kante zeigen!“ Die rechtsextreme Gruppe „Deutsche Jugend voran“ (DJV) ist seit längerer Zeit in der Hauptstadt aktiv. Laut Verfassungsschutz hat sie Mitglieder „im niedrigen dreistelligen Bereich“. Sie soll gut vernetzt sein – mit Organisationen wie „Jung & Stark“, „Der Störtrupp“, den „Jungen Nationalisten“ und der Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) sowie „Der III. Weg“.

via bz: Rechtsextremisten wollen Pride in Berlin-Marzahn stören

siehe auch: Bekannte Neonazis mobilisieren Bezirksamt warnt vor rechtsextremen Störern bei “Marzahn Pride” Zum sechsten Mal findet am Samstag das queere Straßenfest “Marzahn Pride” statt. Rechtsextreme wollen dagegen mobilisieren. Der Bezirk fordert nun Schutzmaßnahmen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat sich besorgt über mögliche rechtsextreme Störversuche bei der geplanten LGBTIQ-Parade “Marzahn Pride” am 21. Juni 2025 geäußert. In einer gemeinsamen Erklärung stellten sich die Bezirkspolitiker geschlossen hinter die Veranstaltung. Die Parade sei ein wichtiges Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung, heißt es darin. Im Versammlungskalender der Stadt findet sich eine Gegendemonstration, die unter dem Motto “Gegen Identitätsverwirrung und Genderpropaganda” angemeldet wurde. Rechtsextreme Jugendgruppe wohl bei Gegendemo dabei Diese soll von Menschen aus dem rechtsextremen Spektrum organisiert worden sein. Laut Medienberichten will sich daran auch die Neonazi-Gruppierung “Deutsche Jugend voran” (DJV) beteiligen, die bereits in der Vergangenheit Christopher Street Days gewaltsam gestört haben soll. Der mutmaßliche Anführer der DJV, Julian M., wurde erst Anfang dieses Jahres wegen vier rechtsmotivierter Angriffe in Berlin zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt. Die DJV wird vom Berliner Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Mitglieder der Gruppe sollen für zahlreiche Angriffe auf Andersdenkende in Berlin verantwortlich sein, unter anderem auch auf die Attacke gegen SPD-Mitglieder in Lankwitz im vergangenen Dezember.