Rund 100 Demonstrierende protestierten vor einem Restaurant in Wilmersdorf gegen eine Veranstaltung mit dem Rechtsextremisten Martin Sellner. Rund 100 Menschen haben am Donnerstagabend in Charlottenburg-Wilmersdorf gegen eine Veranstaltung mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner demonstriert. Vor dem Restaurant am U-Bahnhof Güntzelstraße, in dem der Kopf der „Identitären Bewegung“ einen Vortrag halten sollte, kam es noch vor Veranstaltungsbeginn zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen Sellner-Sympathisanten und einer Hand voll vermummter Antifaschist:innen. Auch Pfefferspray kam zum Einsatz. Vorausgegangen war ein Rätselraten über den geheim gehaltenen Ort des Treffens. Ursprünglich wurde vermutet, dass der „Remigrations“-Stichwortgeber Sellner in einem Lokal an der Uhlandstraße auftreten sollte, das bereits in der Vergangenheit Schauplatz rechter Treffen gewesen sein soll. Etwa 50 Demonstrierende versammelten sich vor dem Lokal. Zum Gegenprotest aufgerufen hatten Initiativen wie etwa das Bündnis Widersetzen und Aufstehen gegen Rassismus. Allein, der Ort war falsch. Gleichwohl kursierten Informationen über einen Sammelpunkt der Rechten über verschiedene Messenger-Dienste. Am Hohenzollernplatz versammelten sich schließlich rund 45 Anhänger Sellners, die von dort zum Restaurant am U-Bahnhof Güntzelstraße zogen. Wenige Minuten später trafen auch Polizei und Ge­gen­de­mons­tran­t:in­nen ein.

via taz: Neonazi-Vortrag in Berlin-Wilmersdorf Sellner bleibt nicht ungestört