Eine hitzige Auseinandersetzung zwischen Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow und AfD-Chef Tino Chrupalla hat ein Nachspiel. Eine hitzige Auseinandersetzung zwischen Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und AfD-Chef Tino Chrupalla hat ein juristisches Nachspiel. Chrupalla soll eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Das geht aus einem Schreiben an den AfD-Bundesvorsitzenden hervor, das dieser Zeitung vorliegt. Riexinger wehrt sich juristisch gegen Chrupallas Vorwurf Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass Chrupalla in der MDR-Sendung „Fakt ist!“ erklärt hatte, die Linke wolle „Reiche erschießen“. Das hatte Ramelow, der ebenfalls als Diskutant in der Runde war, lautstark und mit scharfen Worten zurückgewiesen und Chrupalla aufgefordert, zu sagen, welcher Parteivorsitzende der Linken jemals davon sprach, „Reiche erschießen“ zu wollen. Chrupalla sagte daraufhin: „Herr Riexinger hat das gesagt. Können Sie nachgucken.“ Dagegen wehrt sich Bernd Riexinger jetzt juristisch und hat einen Anwalt beauftragt, von Chrupalla eine Unterlassung einzufordern. Im Kern geht es um die Äußerung auf einer Strategie-Konferenz der Linkspartei vor fünf Jahren in Kassel. Damals hatte eine Teilnehmerin vom „Erschießen“ eines Prozents der Reichen in Deutschland gesprochen. Riexinger erklärte daraufhin: „Ich wollte noch sagen, wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ Nachdem er scharf dafür kritisiert wurde, die „Erschießen“-Aussage der Teilnehmerin nicht zurückgewiesen zu haben, ergänzte der damalige Linke-Chef später zu dem Kommentar der Teilnehmerin: „Er war und ist unakzeptabel. Ich bedauere, dass ich ihn nicht sofort zurückgewiesen habe.“

via thüringer allgemeine: Reiche erschießen? AfD-Chef Chrupalla abgemahnt

FCK AfD