Nach Erkenntnissen österreichischer Behörden soll der frühere FPÖ-Funktionär Gerhard Dingler womöglich nur als Strohmann agiert haben, ein Geldwäscheverdacht wird geprüft. Ein früherer Geschäftsführer der Vorarlberger FPÖ als größter Spender im deutschen Bundestagswahlkampf: Das sorgte für einiges Erstaunen vor und hinter dem Arlberg. Und für einige Nachfragen. Woher hatte der Unternehmer Gerhard Dingler, bis 2016 bei der FPÖ engagiert, 2,35 Millionen Euro? Und warum spendierte er der extrem rechten AfD mit dem Geld eine Werbekampagne, die knapp 6400 Plakate umfasste? Die Spende stamme aus seinem Privatvermögen, sagte Dingler damals gegenüber Medien. (…) Recherchen von SPIEGEL und STANDARD legen allerdings den Verdacht nahe, dass Dingler mitnichten sein eigenes Geld ausgegeben hat. So soll er vor seiner Spende eine Schenkung in Millionenhöhe erhalten haben. Hinter dem Geldfluss soll der deutsch-schweizerische Unternehmer Henning Conle stecken. Das zeigten Ermittlungen der österreichischen Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) sowie des Bundeskriminalamts. Verdachtsmeldung So soll Dingler seiner Hausbank, der Raiffeisen Montfort, kurz vor Weihnachten 2024 angekündigt haben, bald eine große Schenkung zu erhalten. Wenig später sollen tatsächlich 2,6 Millionen Euro auf Dinglers Konto angekommen sein. Auf Nachfrage der Bank wurde eine Schenkungsurkunde vorgelegt, die den deutsch-schweizerischen Unternehmer Henning Conle als Schenker auswies. Dingler soll der Bank zunächst mitgeteilt haben, dass das Geld über das Treuhandkonto eines Anwalts für ein Immobilienprojekt verwendet werde. Kurz darauf habe er jedoch rund 2,35 Millionen Euro an eine deutsche Werbeagentur übermittelt. Deshalb soll nun eine Verdachtsmeldung bei Finanzamt und Finanzmarktaufsicht (FMA) eingegangen sein. Es werde der Verdacht auf Geldwäscherei und verdeckte Treuhänderschaft geprüft (…) Conle taucht in diesem Zusammenhang nicht das erste Mal auf. Bereits 2017 waren 150.000 Schweizer Franken (damals rund 132.000 Euro) auf Weidels Wahlkampfkonto beim AfD-Kreisverband Bodenseekreis gelandet. Die Spuren führten damals zu Conle. Der 81-jährige Unternehmer dürfte ein Milliardenvermögen und Wohnsitze in London und Zürich besitzen. Auf Anfragen reagierte er nicht. Ihm werden Immobilien in London, Berlin und anderen europäischen Großstädten zugerechnet.

via standard: Schwere Verdachtsmomente bei Millionenspende an AfD aus Österreich

siehe auch: Es droht Millionenstrafe Neue Spendenaffäre bringt AfD in Erklärungsnot. Ein Funktionär der FPÖ spendierte der AfD eine Plakatkampagne für 2,35 Millionen Euro. Doch der Mann fungierte womöglich nur als Strohmann – das wäre illegal. Wenige Tage vor der Bundestagswahl steht die AfD offenbar vor einer neuen Parteispendenaffäre. So berichten der “Spiegel” und der österreichische “Standard” über eine Werbekampagne im Wert von rund 2,35 Millionen Euro, die der frühere FPÖ-Funktionär Gerhard Dingler der ein Teilen rechtsextremen Partei spendiert haben soll. Mit dem Geld sollen Wahlplakate in zahlreichen deutschen Städten finanziert worden sein. Den Recherchen zufolge besteht der Verdacht, dass Dingler für die Millionentransaktion lediglich als Strohmann fungierte. Nach Ermittlungen österreichischer Sicherheitsbehörden soll der Geschäftsmann vor seiner vermeintlichen Spende an die AfD eine “Schenkung” in Millionenhöhe erhalten haben – von dem aus Duisburg stammenden Immobilienmilliardär Henning Conle.

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Categories: Rechtsextremismus

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ILLEGALE PARTEIENFINANZIERUNG – Der AfD drohen sieben Millionen Euro Strafe wegen einer vermutlich verdeckten Spende – dokmz · February 19, 2025 at 9:04 pm

[…] auch: Schwere Verdachtsmomente bei Millionenspende an AfD aus Österreich. Nach Erkenntnissen österreichischer Behörden soll der frühere FPÖ-Funktionär Gerhard Dingler […]

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