Eine Spende über 2,3 Millionen Euro an die AfD wirft Fragen auf. Medienberichten zufolge verhärtet sich der Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung. Anfang Februar erreichte die AfD eine der größten Spenden der Parteigeschichte. Offiziellen Meldungen zufolge stammte das Geld von einem ehemaligen Funktionär der rechtspopulistischen Partei FPÖ. Nach Recherchen von „Spiegel“ und „Standard“ fungierte Gerhard Dingler aber nur als Strohmann. Gegen die AfD wird daher erneut wegen des Verdachts auf illegale Parteienfinanzierung und auf Geldwäsche ermittelt. Die Spende über 2.349.906,62 Euro stamme aus dem Privatvermögen, sagte Dingler vor wenigen Wochen noch gegenüber diversen Medien. (…) Den Recherchen von „Spiegel“ und „Standard“ zufolge steckt hinter der Millionenspende aber nicht Dingler, sondern der Duisburger Immobilieninvestor Henning Conle. Der frühere Politiker wurde demnach als Mittelsmann genutzt. (…) Henning Conle ist gebürtiger Duisburger, mit Wohnsitzen in Zürich und London. Dem 81-Jährigen und seiner Familie gehören zahlreiche Immobilienprojekte. Conle soll in der Vergangenheit mehrfach über Strohleute illegale Zahlungen an die AfD geleistet haben. In einem Fall Ende 2020 ist das Konstrukt aufgeflogen, der Partei wurde daraufhin ein Strafgeld in Höhe von 396.016,56 Euro auferlegt (…) In Deutschland sind verdeckte Parteispenden verboten. Sollte Conle und der AfD eine illegale Finanzierung nachgewiesen werden, droht der Partei ein Strafgeld in dreifacher Höhe der getätigten Spende. Das wären also rund sieben Millionen Euro.
via wirtsxhaftswoche: ILLEGALE PARTEIENFINANZIERUNG Der AfD drohen sieben Millionen Euro Strafe wegen einer vermutlich verdeckten Spende
siehe auch: Schwere Verdachtsmomente bei Millionenspende an AfD aus Österreich. Nach Erkenntnissen österreichischer Behörden soll der frühere FPÖ-Funktionär Gerhard Dingler womöglich nur als Strohmann agiert haben, ein Geldwäscheverdacht wird geprüft. Ein früherer Geschäftsführer der Vorarlberger FPÖ als größter Spender im deutschen Bundestagswahlkampf: Das sorgte für einiges Erstaunen vor und hinter dem Arlberg. Und für einige Nachfragen. Woher hatte der Unternehmer Gerhard Dingler, bis 2016 bei der FPÖ engagiert, 2,35 Millionen Euro? Und warum spendierte er der extrem rechten AfD mit dem Geld eine Werbekampagne, die knapp 6400 Plakate umfasste?; ILLEGALE PARTEIENSPENDE? Die AfD, eine Millionenspende – und ein Immobilienmogul. Spender versichert laut AfD: Geld kam nicht von Dritten Berlin. Die AfD hat eine Millionenspende erhalten. Nun ermitteln österreichische Ermittler zur Herkunft. Was ist bekannt über den mutmaßlichen Spender? Henning Conle ist mächtig. Vor allem mächtig reich. Er besitzt Immobilien. Sehr viele, und laut Medienberichten nicht nur in Deutschland. Selbst die englische Zeitung „The Guardian“ Conle 2014 betitelt ihn als „einen der größten Investoren“ in Londons Immobilienwirtschaft. Dabei hat Conles Firma seinen Hauptsitz in einer Stadt, deren Image alles andere als Reichtum und Glamour verspricht: Duisburg, im Ruhrgebiet. Nun ist Conle im Fokus der Medien. Allerdings nicht aufgrund seiner Immobiliengeschäfte. Es ist erst ein paar Wochen her, da erhielt die in Teilen rechtsextreme AfD die höchste gemeldete Parteienspende in ihrer Geschichte: 2,35 Millionen Euro. Der Spender war nach Auskunft der AfD auch gegenüber unserer Redaktion der ehemalige Landesgeschäftsführer der Vorarlberger FPÖ, Gerhard Dingler. Dieser soll demnach eine Werbeagentur kontaktiert haben, beauftragte rund 6400 Großwandplakate für die AfD. Sie stehen heute in grellem Gelb an vielen Stellen in Deutschland.