Knapp 3000 Rechtsextremisten zogen am Samstag durch Dresden, gedachten der Bombenopfer im Zweiten Weltkrieg. Abends sollte offenbar gefeiert werden – in einer Gartensparte. Die Polizei löste die Veranstaltung auf. Das kam nicht bei allen Teilnehmern gut an. Wie die Polizei mitteilte, sei gegen 20 Uhr eine “rechtsextremistische Musikveranstaltung” an der Nätherstraße im Stadtteil Seidnitz verhindert worden. Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden hatte Wind vom Event bekommen und schickte Beamte zum Kleingärtnerverein “Am Wiesengrund”. Vor Ort seien 74 Personen “des rechten Spektrums” festgestellt worden – offensichtlich gerade dabei, eine Musikveranstaltung auf die Beine zu stellen. “Entsprechendes Equipment hatten sie dabei”, so die Polizei. Zum Einsatz kam es wohl nicht. Die Polizisten nahmen die Identitäten der Beteiligten auf und sprachen Platzverweise aus – nicht zu Gefallen aller Anwesenden! Ein Teil der Gruppe sei “bedrohlich gegenüber den Polizeibeamten” aufgetreten. Anscheinend so sehr, dass nun “strafrechtliche Schritte geprüft werden”. Nur einen Monat, nachdem eine Rechtsrock-Feier mit 90 Gästen in einem Sportlerheim im Dresdner Ortsteil Schönfeld aufgeflogen war, sollte nun das nächste Neonazi-Event stattfinden.
via tag24: POLIZEI ZERSCHLÄGT NEONAZI-TREFF BEI DRESDNER KLEINGARTENVEREIN