Orbán in Ungarn, Musk in den USA: Die AfD erfährt im Wahlkampf prominente internationale Unterstützung. Die könnte ihr auch im EU-Parlament neue Chancen eröffnen, wo sie zuletzt Paria war. Eine solche Ehre ist AfD-Chefin Alice Weidel noch nie zuteilgeworden: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán bot ihr in Budapest am Mittwoch bei einer Pressekonferenz eine große internationale Bühne. “Es ist vollkommen klar, dass die AfD die Zukunft ist”, sagte Orbán vor Kameras aus Europa und den USA – nur anderthalb Wochen, bevor in Deutschland Millionen Bürger wählen. Der ungarische Regierungschef, der immer wieder wegen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit in der Kritik steht, zementiert mit diesem Auftritt einen Kurswechsel. Zwar bezeichnet die AfD ihn nicht nur wegen seines harten Migrationskurses schon lange als Vorbild, Orbán hielt sich bisher aber zumindest offiziell von ihr fern. Die präferierten deutschen Partner seiner Fidesz-Partei waren bislang CDU und CSU. Bühne frei: Weidel und Orbán am Mittwoch in Budapest. (Quelle: Szilard Koszticsak/Associated Press ) Nun scheint Orbán das Pferd zu wechseln – zur großen Freude der AfD. “Das Treffen mit Orbán ist eine massive Aufwertung”, sagt Tomasz Froelich, Abgeordneter der AfD im EU-Parlament, im Gespräch mit t-online. Er sieht nicht zuletzt einen anderen internationalen Wahlkämpfer der AfD für diese Entwicklung verantwortlich: Elon Musk, Tech-Milliardär und enger Berater des mächtigsten Mannes der Welt, US-Präsident Donald Trump.
via t-online: AfD in der europäischen Rechten Plötzlich nicht mehr Paria