Die Junge Alternative (JA) als Jugendorganisation der AfD ist Geschichte – zumindest in der jetzigen Form. Der Verein beschloss bei einem Bundeskongress im thüringischen Apolda seine Auflösung zum 31. März, wie der Chef der Berliner JA, Martin Kohler, bestätigte. Der Schritt wurde dpa auch von anderen JA-Vertretern und aus AfD-Kreisen bestätigt. An dem Treffen in Apolda nahmen nach Polizeiangaben etwa 250 JA-Mitglieder teil. Es wurde von Protesten begleitet. Die AfD hatte auf ihrem Bundesparteitag im sächsischen Riesa vor drei Wochen die Gründung einer neuen Jugendorganisation beschlossen, die viel enger als die „Junge Alternative“ bisher an die Partei gebunden werden soll. Mehr als zwei Drittel der anwesenden Parteitagsdelegierten stimmten für diesen Vorschlag des AfD-Bundesvorstands. Der hatte diese Änderung der Parteisatzung im Dezember auf den Weg gebracht, nachdem innerparteilich lange über das Vorhaben debattiert und gestritten worden war. Denn die vom Verfassungsschutz als „gesichert extremistisch“ eingestufte „JA“ ließ sich bisher kaum durch die Partei kontrollieren. Eine Mitgliedschaft in der AfD war keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der „JA“. Weil die rechtsextreme Jugendorganisation formell kein Teil der Partei, sondern „nur“ ein Verein ist, gab es in der Partei außerdem die Sorge, sie könnte vom Bundesinnenministerium nach dem Vereinsrecht verboten werden.
via rnd: AfD-Nachwuchs Junge Alternative beschließt Auflösung
siehe auch: AFD-NACHWUCHSORGANISATION Mindestens 1.500 Menschen protestieren gegen Bundeskongress der “Jungen Alternative” in Apolda. In Apolda haben am Samstag mindestens 1.500 Menschen gegen einen Bundeskongress der vom Verfassungsschutz beobachteten AfD-Nachwuchsorganisation “Junge Alternative” (JA) demonstriert. Die Stadt steht wegen der Vermietung der Halle in der Kritik. In Apolda haben am Samstag mindestens 1.500 Menschen gegen den Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation “Junge Alternative” (JA) demonstriert. Die Initiatoren berichteten am Nachmittag von mehr als 3.000 Teilnehmenden. Die Polizei sprach von 1.500 Demonstranten. Ein großer Teil war auch aus umliegenden Städten wie Jena in die Kreisstadt des Weimarer Landes gekommen.