Das Nachrichtenmagazin “Profil” berichtet, dass neben dem SS-Symbol auch ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat auf der Todesanzeige abgedruckt war. Auf der Todesanzeige des Ende Dezember verstorbenen ehemaligen niederösterreichischen FPÖ-Landesrats Hans Jörg Schimanek soll ein SS-Symbol abgedruckt sein. Wie das Profil am Dienstag berichtete, war neben der sogenannten Irminsul, einem frühmittelalterlichen Heiligtum, das auch als Symbol des “SS-Ahnenerbes” galt, auch ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat abgedruckt. Die Parte ist auf der Homepage der Gemeinde Langenlois abrufbar. “… und ewig lebt der Toten Tatenruhm”, heißt es dort – laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) stammt der Spruch aus der Edda, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, in der Erzählungen von germanischen Göttern und Helden zu finden sind. Nationalsozialisten haben die Lieder und die Prosa der Edda häufig für sich vereinnahmt. Der Spruch diente dazu, die gefallenen Soldaten als Helden darzustellen und die Kriege des NS-Regimes zu rechtfertigen. “SS-Ahnenerbe” Dahinter sei eine Irminsul, ein “Gegensymbol zum christlichen Kreuz”, zu finden gewesen, berichtet das Nachrichtenmagazin. Die Irminsul galt demnach auch als Symbol der SS-Forschungseinrichtung Deutsches Ahnenerbe, auch “SS-Ahnenerbe” genannt. Die Einrichtung war maßgeblich am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt und führte brutale Menschenversuche in Konzentrationslagern durch. Auf der Todesanzeige gedenken auch seine Familie und Angehörigen Schimaneks, unter anderem seine beiden Enkelsöhne Jörg und Jörn. Sie wurden im November verhaftet, weil sie unter Verdacht stehen, einer rechtsterroristischen Vereinigung mit dem Namen “Sächsische Separatisten” anzugehören. Diese Gruppe soll sich auf den sogenannten Tag X vorbereitet haben, um im Fall eines Staatskollapses in Deutschland ein am Nationalsozialismus orientiertes Gesellschaftssystem zu errichten. Auch ethnische Säuberungen sollen geübt worden sein.

via standard: Offenbar SS-Symbol auf Todesanzeige von FPÖ-Mann Schimanek

siehe auch: Todesanzeige von FPÖ-Politiker zeigt SS-Symbol Auf der Todesanzeige des im Dezember verstorbenen ehemaligen FPÖ-Landesrats Hans-Jörg Schimanek prangt ein rechtsextremes Symbol. Zuvor geriet seine Familie in die Schlagzeilen, als seine beiden Enkelsöhne wegen Verdachts auf Verbindungen zu einer rechtsextremen Gruppierung verhaftet wurden. Hans-Jörg Schimanek ist tot. Der ehemalige FPÖ-Landesrat aus Niederösterreich verstarb am 22. Dezember 2024 im Alter von 85 Jahren. Bundesparteichef Herbert Kickl beschrieb Schimanek in einer Aussendung als „bescheiden und bodenständig“, während Niederösterreichs Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer ihn als „herausragende Persönlichkeit“ würdigte. (…) Die Irminsul galt auch als Symbol der SS-Forschungseinrichtung „Deutsches Ahnenerbe“, auch „SS-Ahnenerbe“ genannt. Die Einrichtung war maßgeblich am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt oder führte brutale Menschenversuche in Konzentrationslagern durch. In der Todesanzeige gedenken ihm auch seine Familie und Angehörigen, darunter sein ältester Sohn Hans-Jörg Schimanek junior sowie die beiden Enkelsöhne Jörg und Jörn. Die zwei Enkel sorgten im November für Schlagzeilen, nachdem es zu mehreren Razzien in Deutschland und Polen gekommen war, wie profil berichtete.

Auf der Todesanzeige des verstorbenen ehemaligen FPÖ-Landesrats Hans-Jörg Schimanek prangt ein rechtsextremes Symbol. Von @danielabrescakovic.bsky.social.www.profil.at/oesterreich/…

— profil (@profil.at) 2025-01-07T12:27:23.550Z