Es heißt »Made in Germany«, nicht »Made by Germans«: Bonita Grupp, Chefin des Bekleidungsunternehmens Trigema, hat auf eine Attacke der AfD reagiert – und erläutert, was deren Flüchtlingspolitik für die Firma bedeuten würde. (…) Bonita Grupp, Firmenchefin und Nachfolgerin des Patriarchen Wolfgang Grupp, zeigte sich in einem Interview mit dem Sender n-tv  verwundert über die Forderung, 1000 Euro Rückkehrprämie an Syrerinnen und Syrer auszuzahlen. »Ich finde es schwierig, so schnell davon auszugehen, dass die Menschen nach Syrien zurückkehren können oder wollen. Viele haben sich hier in Deutschland vollends integriert«, sagte sie. (…) Auch in Richtung AfD wandte sich Grupp. Deren thüringischer Landeschef, der rechtsextreme Björn Höcke, hatte die Initiative »Made in Germany. Made by Vielfalt«, bei der sich Trigema engagiert, verbal attackiert und »schwere wirtschaftliche Turbulenzen« gewünscht. Grupp sagte, sie habe die Aussagen zuerst kaum glauben können. Und weiter: »Es gibt Menschen, die leider denken, dass ›Made in Germany‹ eigentlich ›Made by Germans‹ bedeutet. Das ist aber nicht der Fall und war es übrigens auch nie.« Laut Grupp haben 35 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Trigema einen Migrationshintergrund. »Ohne diese Fachkräfte könnten wir unsere Produktion nicht aufrechterhalten – so wie viele andere Unternehmen auch.«

via spiegel: Traditionsfirma gegen AfD Trigema-Chefin erteilt Höcke kleine Wirtschaftslehrstunde

siehe auch: Unternehmerin kontert Attacke – Diese Firmen-Chefin erteilt Björn Höcke und der AfD eine Lehrstunde. Die Trigema-Chefin hat auf eine AfD-Attacke reagiert und die Bedeutung von Mitarbeitern mit Migrationsgeschichte unterstrichen. „Made in Germany“ bedeute nicht „Made by Germans“. Weil Trigema sich bei der Initiative „Made in Germany. Made by Vielfalt“ engagiert, hatte Björn Höcke (AfD) dem schwäbischen Textilunternehmen und anderen mittelständischen Firmen, die sich daran beteiligten „schwere wirtschaftliche Turbulenzen“ gewünscht. Keine Migration = Keine Produktion Bonita Grupp, die die Nachfolge von ihrem Vater Wolfgang Grupp angetreten hat und Trigema gemeinsam mit ihrem Bruder Wolfgang Grupp junior führt, Habe Höckes Aussagen zuerst kaum glauben können, erklärte sie im Interview bei capital.de.