Der Rechtsextreme Dominik Raupbach macht unter dem Namen „Kavalier“ NS-Rap. Am Freitag trat er in der Parteizentrale von „Die Heimat“ auf. Es gab lautstarken Gegenprotest. Die Partei „Die Heimat“, ehemals NPD, hat für Freitag einen Konzertabend in ihrer Parteizentrale in Berlin-Köpenick veranstaltet. Angekündigt wurde der Neonazi-Rapper Julian Raupbach, besser bekannt als „Kavalier“. Nur einige wenige Rechtsextreme fanden sich letztlich zu dem Konzert ein. Rund 150 Menschen protestierten direkt gegenüber von der Parteizentrale unter dem Motto „Nazimucke ist kein Kavaliersdelikt“. In Hörweite der Parteizentrale wurde linke Punk- und Rap-Musik gespielt, es wurden Slogans gerufen wie „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Der Eingang zur Konzert-Location wurde von Polizei bewacht. Nach und nach kamen in kleineren Gruppen einige Neonazis. Am Eingang zum Hinterhof der Parteizentrale wurden sie von Andreas Käfer empfangen, Berliner Landeschef von „Die Heimat“. Raupach war schon einige Stunden vor Konzertbeginn gekommen. Insgesamt erschienen höchstens 30 Besucher. Der Nazirapper „Kavalier“ ist bei jungen Berliner Neonazis recht beliebt: Mitglieder von gewaltbereiten Gruppen wie „Deutsche Jugend voran“ unterlegen ihre Social-Media-Inszenierungen mit Raupbachs Musik. In meist schwülstigen Texten besingt oder berappt dieser „die Macht der Ahnen“, ätzt gegen „Weiber voll Männerhass“ und inszeniert sich als „freier Germane“.

via tagesspiegel: Vor Parteizentrale von „Die Heimat“ in Berlin-Köpenick: 130 Menschen demonstrieren gegen Konzert von Neonazi-Rapper „Kavalier“

2024.12.20 Berlin Koepenick - Rechtsrapp und Gegenprotest (5)