Ein Corona-Massnahmengegner gewährte der «Jungen Tat» letzten Samstag Obdach in Kloten für den Vortrag von zwei AfD-Politikern. Zuvor wurde die rechtsextreme Gruppe aus dem Rössli in Illnau-Effretikon geworfen. Die Stadt Illnau-Effretikon verbot der «Jungen Tat» die Nutzung des Rössli-Saals. Ein Corona-Massnahmengegner ermöglichte der Gruppe eine Veranstaltung in Kloten. AfD-Politiker Lena Kotré und Roger Beckamp hielten dort Vorträge. Der Klotener Stadtpräsident erfuhr erst nachträglich von der Veranstaltung. Die rechtsextreme Gruppe «Junge Tat» wollte letzten Samstagabend eine Veranstaltung mit zwei AfD-Politikern im Saal des Restaurant Rössli in Illnau-Effretikon abhalten. Doch in letzter Minute verbot der Effretiker Stadtpräsident per Vefügung den Event und verwehrte Manuel Corchia, dem Co-Leiter der «Jungen Tat», die Saalmiete. Die Veranstaltung konnte dennoch stattfinden, aber an einem anderen Ort. Denn die Gruppierung um Corchia fand rechtzeitig einen neuen Saal: Im Restaurant 83 Nullzwei direkt neben dem Hallenbadeingang im Konferenzzentrum der Stadt Kloten fanden am Samstagabend die Vorträge mit den AfD-Protagonisten statt, wie der «Zürcher Unterländer» berichtet. Der Kontakt kam über den Pächter des Restaurants 83 Nullzwei zustande. (…) Pächter Remko Leimbach bestätigt auf Anfrage der Lokalzeitung, dass er einen «ziemlich verzweifelten Anruf» bekommen habe aus den Reihen der Jungen Tat. Er selber ist kein Unbekannter: Leimbach ist Präsident von «Aufrecht Schweiz», einer massnahmenkritischen Vereinigung, die sich in der Coronazeit gebildet hatte.

via 20min: AFD-VORTRAG: Nach «verzweifeltem Anruf»: Junge Tat fand Saal in Kloten