Einzelfälle weisen bereits daraufhin, dass die LGBTIQA+-Szene auch nach dem Krieg stärker diskriminiert werden könnte. Seit dem russischen Angriffskrieg am 24. Februar verteidigt die Ukraine nicht nur ihre territorialen Grenzen. Als ein Staat, in dem Demokratisierungsprozesse noch nicht abgeschlossen sind, kämpft die Ukraine auch für eine demokratische Zukunft. Dabei stellt der Krieg, ungeachtet seines Ausgangs, die bisherigen demokratischen Errungenschaften des Landes vor unmittelbare Herausforderungen. Mögliche Rückschritte, unter anderem auch in der Situation von marginalisierten Gruppen und im Zusammenhang mit Minderheitsrechten, sind nicht auszuschließen. Waren beispielsweise die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Queeren, Inter- und Asexuellen (LGBTQIA+) in der Ukraine bereits vor dem Krieg umkämpft, befinden sich diese aktuell mehr denn je in Gefahr. Ein Blick auf die Situation von Rechten sexueller Minderheiten vor dem Krieg, ebenso wie auf die aktuellen Gefahren für deren Zukunft nach dem Krieg ist wichtig. Die Situation sexueller Minderheiten in der Ukraine veranschaulicht die Gefahren, welche die kriegerische Auseinandersetzung für zivile Kräfte bringen kann, deren Kampf für demokratische Werte seit vielen Jahren andauert.
via standard: Welche Auswirkungen hat der Ukrainekrieg auf die Rechte sexueller Minderheiten?
