Neben Beleidigungen und Beschimpfungen sieht sich das Zugpersonal in der Pandemie vermehrt auch Morddrohungen ausgesetzt – und fast immer geht es um die Maskenpflicht. Eine hessische Eisenbahngesellschaft schlägt jetzt Alarm. Beleidigungen und Beschimpfungen gehören mittlerweile schon zum Alltag von Zugbegleitern und Zugbegleiterinnen. In der Corona-Pandemie sei der Ton vor allem durch das Thema Maskenpflicht noch einmal deutlich rauer geworden – beobachtet jedenfalls die hessische Vias Rail GmbH, die Strecken im Odenwald und dem Rheingau betreibt. In letzter Zeit sei es sogar vermehrt zu Morddrohungen gekommen. “Wir sind schockiert, dass die Hemmschwelle so weit gesunken ist, dass unser Zugpersonal nunmehr auch Morddrohungen erhält”, schreibt der Betriebsrat in einem offenen Brief an die “Maskenverweigerer” und “Querdenker”. (…) Das Personal bekomme Sätze zu hören, wie “Zieh weiter, sonst steche ich dich ab”, “Ich mach dich platt, ich weiß wo du wohnst” oder “Halt die Fresse, sonst mache ich dich kalt wie den Typen an der Tankstelle” – eine Anspielung auf den tödlichen Angriff in Idar-Oberstein durch einen Maskenverweigerer. Eine Kollegin habe sogar einen Zettel mit einer Drohung an ihrem privaten Auto gefunden.

via messenschau: “Viele haben Angst” – Vermehrt Morddrohungen gegen Zugpersonal durch Maskenverweigerer