Nicht nur beim Rupertikirtag 2025 in der Altstadt zeigte der Senior das verbotene Nazi-Symbol, auch im Obus und sogar bei der Polizei tat er es. Für den Angeklagten (65) sei es „Freiheit“, für den Staatsanwalt aber nationalsozialistische Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz: Wegen mehrfacher Hitler-Verehrung saß ein Pensionist am Montag vor einem Geschworenengericht in Salzburg. Er entschuldigte sich und sprach wirr von Alkoholproblemen. Wer sich „in irgendeiner Weise im nationalsozialistischen Sinn“ betätigt, kann nach dem Verbotsgesetz bestraft werden, dafür müsse man auch kein Nazi sein: Das machte der Staatsanwalt gleich zu Beginn des Prozesses im Salzburger Landesgericht klar. Denn der Angeklagte, ein einheimischer Pensionist, hat an mehreren Orten und an unterschiedlichen Tagen „Heil Hitler“ geschrien und den Deutschen Gruß gezeigt: am 24. September 2025 im Obus der Linie 25, wo er auch Fahrgäste mit dem Tod bedrohte, danach auch am Festgelände des Rupertikirtags. Danach erneut am 19. Dezember: diesmal in der Polizeiinspektion beim Salzburger Hauptbahnhof. Da erklärte sich laut Anklage folgendermaßen: „Ich habe doch nur Heil Hitler gesagt, das ist für mich Freiheit.“ Wirre Erklärungen des Angeklagten Auch im virtuellen Leben zeigte er seine politischen Präferenzen öffentlich: Über seinen TikTok-Account teilte er mehrfach Bilder und Sprüche mit NS-Propaganda. Sein Account-Name: „Freiheit188“.
via kronen-zeitung: WIEDERBETÄTIGUNG Hitlergruß im Obus, am Kirtag und bei der Polizei
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