AfD-Parteimitglieder packen aus: Nach Enthüllungen um Überkreuz-Anstellungen bei der AfD und Vorwürfen um Scheinbeschäftigungen sei nicht viel passiert. Aufklärung? Offenbar nicht. Es ist ein düsteres Zukunftsszenario, das das langjährige AfD-Mitglied Hans-Joachim Klein aus dem Saarland entwirft. Nicht nur für seine Partei, sondern auch fürs ganze Land. Klein, Jahrgang 1936 und ein Urgestein der Saar-AfD, rechnet ab mit seinen Parteikollegen. Elternsprecher sieht “Schlag ins Gesicht für Schüler” Seit Wochen macht der Fall Michel Dörr Schlagzeilen, der in den vergangenen sechs Jahren drei Jahre als Lehrer krankgeschrieben war, aber parallel Nebenbeschäftigungen nachging. So kamen zeitweise etwa zu den – trotz Krankschreibung – vollen Bezügen von Vater Staat noch 538 Euro von der AfD-Landtagsfraktion obendrauf. Michel Dörr ist Sohn von Josef Dörr, dem Vorsitzenden der AfD-Fraktion im saarländischen Landtag. Dort hatte Dörr Junior von November 2024 bis April 2026 einen Vertrag über 40 Monatsstunden, fast durchgängig von Februar 2025 bis März 2026 fehlte er jedoch krankgeschrieben an der Schule. Die Nebentätigkeit hatte der Beamte nicht angezeigt. Es läuft ein Disziplinarverfahren. Wenn ein Lehrer sich über so lange Zeit krankschreiben lässt, die Schule mit Unterrichtsausfall zu kämpfen hat und dann rauskommt, dass er nebenbei für die AfD-Fraktion gearbeitet hat, ist das ein Schlag ins Gesicht für Schüler und Elternschaft.

via zdf: Nach Vetternwirtschaft-Enthüllungen : AfD-Mitglied: Erst die Partei als Beute, dann der Staat