Trump hat sich selbst eine Falle gestellt, weil er die Folgen des Krieges nicht kommen sah. Wir sehen den dümmsten Kriegsherrn der jüngeren USA. Donald Trump ist ein Meister darin, mit Absicht oder durch Ignoranz und Dummheit schwere Krisen zu erzeugen, die er dann irgendwie gelöst bekommt, um schließlich einen Sieg zu verkünden, den „niemand für möglich gehalten“ habe. Im Fall des Irankrieges ist es so weit noch nicht. Zunächst hat Trump mit der Androhung, die zivile Energie-Infrastruktur Irans zu zerbomben, eine Eskalationsstufe angedeutet, die nicht nur eine weitere eklatante Verletzung des Völkerrechts wäre, sondern die Weltwirtschaft noch tiefer ins Chaos stürzen würde. Kurz vor Ablauf des Ultimatums, das vor allem ihn selbst unter Druck gesetzt hat, hat sich Trump dann ausgedacht, dass Gespräche mit irgendeiner Topfigur in Irans Führung schon sehr weit fortgeschritten seien und er daher das Ultimatum aussetzen könne. So habe Iran etwa eingewilligt, auf den Bau einer Atombombe zu verzichten – was für eine Sensation! In all den Jahrzehnten der Auseinandersetzung über sein Atomprogramm hat Iran nie etwas anderes gesagt, auch wenn Teheran nie plausibel erklären konnte, wozu dann die Urananreicherung überhaupt nötig sei. Als Trump am Montag auf dem Flugfeld von Palm Beach in Florida vor die TV-Kameras trat, war es, als sähe man sein Hirn auf der Suche nach irgendeinem Rettungsanker live dahinschmelzen. Niemand habe vorhersehen können, dass Iran einfach seine Nachbarländer beschießen werde, behauptete Trump – dabei war das so ziemlich das Erste, was absolut alle Analysten vorhergesagt hatten, genau wie die Blockade der Straße von Hormus. Die Meerenge wäre bald geöffnet und könne dann gemeinschaftlich kontrolliert werden, sagte Trump, und zwar vielleicht von ihm selbst und „dem Ajatollah“, wer auch immer das sein werde, man habe ja ganz viele umgebracht. Aber mit irgendwem werde sich ein Deal machen lassen, der dann für alle gut sei. Um Befreiung geht es nicht mehr Ein paar Stunden später dann befand sich Trump bereits im Schuldabwehrmodus für das gesamte Schlamassel des Irankrieges: Bei einem weiteren Presseauftritt, bei dem unter anderem Verteidigungsminister Pete Hegseth am Tisch saß, stichelte Trump, der sei es doch gewesen, der zuerst gesagt habe, dass „wir es tun“ sollten. Ein Kindergarten entscheidet über den dritten Weltkrieg.
via taz: Trumps Winden im Irankrieg Ein Kindergarten entscheidet über den dritten Weltkrieg
siehe auch: Trump verlängert Frist zur Straße von Hormus – Iran-Reaktion könnte Golfregion in Katastrophe stürzen. Trump setzt den Iran unter Druck: Öffne Teheran die Straße von Hormus nicht sofort, drohen US-Angriffe auf iranische Kraftwerke. Die Folgen könnten immens sein. Washington/Teheran – Meint US-Präsident Donald Trump ernst, was er am Samstag in den sozialen Medien schrieb, dann dürfte entweder bald die Straße von Hormus wieder frei sein – oder der Iran erlebt die Zerstörung seiner Energieinfrastruktur durch die USA. (…) Laut Tagesschau ist es denkbar, dass die USA zuerst große Gaskraftanlagen im Iran angreifen. Laut der Internationalen Energieagentur seien 2023 rund 80 Prozent des iranischen Stroms aus Erdgas gewonnen worden. Das wichtigste dieser Kraftwerke liege in der Nähe von Teheran mit einer Kapazität von 2.800 Megawatt. Dann folge ein Kraftwerk am Kaspischen Meer mit 2.200 Megawatt. Sollte Trump dieses Kraftwerk tatsächlich zerstören, wären die Folgen für die Bevölkerung des Irans verheerend. Die Stromversorgung von Millionen wäre dann gefährdet, inklusive Kühlung, Heizung und Wasserversorgung durch den Ausfall von Pumpen, heißt es. Auch die angedrohte Reaktion der Mullahs wäre dramatisch für viele Menschen in der Region, schreibt das „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS) in einer Analyse: „Ein vorsätzlicher Angriff auf Entsalzungsanlagen würde eine erhebliche Eskalation des Konflikts darstellen und die lebenswichtige Wasserversorgung von Millionen Menschen in der gesamten Region gefährden.“ Die trockenen Golfstaaten seien stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. In Katar und Bahrain entstünden in solchen Anlagen mehr als 90 Prozent des Trinkwassers. 3400 Entsalzungsanlagen gebe es in den Golfstaaten. Auch die chemische Industrie und Datenzentren wären durch deren Zerstörung bedroht.
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Außenminister Araghtschi “Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln” – dokmz · March 25, 2026 at 10:33 pm
[…] dazu auch: Trumps Winden im Irankrieg – Ein Kindergarten entscheidet über den dritten Weltkrieg. Trump hat sich selbst eine Falle gestellt, weil er die Folgen des Krieges nicht kommen sah. Wir […]
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