Ein Auftritt des Freiheitlichen Innsbrucker Gemeinderates Fabian Walch am Wochenende sorgt weiter für Unmut. Walch war mit einem Vertreter der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Vortragender bei einem Seminar. Die Innsbrucker SPÖ und die Grünen fordern Walch zum Rücktritt auf. Fabian Walch bestritt gemeinsam mit einem Vertreter der Identitären, Christoph Albert, das Tagesseminar einer schlagenden Burschenschaft in Leoben (Steiermark). Sie waren Vortragende zum Thema „Der erste Weltkrieg und die konservative Revolution“. Darüber berichteten zuerst die Plattform „Stoppt die Rechten“ und die „Tiroler Tageszeitung“. SPÖ: „Zutiefst besorgniserregend“ Die SPÖ im Innsbrucker Gemeinderat forderte Walch am Dienstag zum Rücktritt auf. „Eine gemeinsame Veranstaltung mit Identitären stellt eine klare Grenzüberschreitung dar“, so der stellvertretende Klubobmann Dominik Pittracher. Und weiter: „Wahrer Patriotismus ist konsequenter Antifaschismus. Deswegen spielen wir bei diesem falschen politischen Spiel nicht mit.“ Auch die Klubobfau der SPÖ im Tiroler Landtag, Elisabeth Fleischanderl, übt scharfe Kritik: „Der gemeinsame Auftritt eines FPÖ-Mandatars mit einem führenden Vertreter der Identitären ist zutiefst besorgniserregend und politisch inakzeptabel.“ Angesichts der klarer werdenden Verbandelung mit den rechtsextremen Identitären verlasse die FPÖ mehr und mehr den demokratischen Boden, so Fleischanderl.
via orf: FPÖ-GEMEINDERAT Wirbel um Auftritt mit Identitären-Vertreter