Mit Fäkalsprache und Rassismus gelingt Brandenburgs AfD-Chef seine Wiederwahl. Eine erneute Meuterei der Basis kann die Parteispitze abwehren. Brandenburgs alter und neuer AfD-Chef René Springer strebt nach eigenen Angaben eine Alleinregierung in dem Bundesland an. Damit das klappt, muss sich seine Partei aber mal ein bisschen zusammenreißen, findet er: „Wenn wir uns nicht selber vor die Hütte kacken, hält uns niemand auf, in wenigen Jahren dieses Land zu regieren“, ermahnte Springer beim AfD-Landesparteitag in Prenzlau am Samstag seine Gesinnungsgenossen. Er selbst versprach: „Ich reiße mir den Arsch besonders weit auf, damit wir regieren.“ Die Fäkalsprache kam gut an, mit rund 82 Prozent der Stimmen wurde der Bundestagsabgeordnete anschließend in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt, einen Gegenkandidaten gab es nicht. Bei seiner Wahl vor zwei Jahren hatte Springer ein ähnliches Ergebnis erzielt. Damit setzt die AfD Brandenburg wohl ihren völkisch-rechtsextremen Kurs fort, bei dem sie gleichzeitig um ein professionelles Auftreten und eine Regierungsbeteiligung bemüht ist. Der Verfassungsschutz stuft den gesamten Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein, die Partei geht dagegen juristisch vor.

via taz: Brandenburgs AfD-Chef René Springer Vulgär wiedergewählt