Ein Marschflugkörper aus der Ukraine schlägt in einer russischen Raketenfabrik fernab der Grenze ein. Diese Zerstörung könnte weitreichende Folgen haben – doch einiges bleibt unklar. Dieser Treffer kam zur richtigen Zeit – so viel steht fest. In der Nacht auf den 21. Februar explodierte mindestens ein Flamingo mitten in einem wichtigen russischen Rüstungsbetrieb. Zuvor hatten sich die Zeichen gemehrt, dass die Produktion des ukrainischen Marschflugkörpers nicht nach Plan lief. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte außerdem die Zerstörung einer wichtigen Fabrik durch Russland eingestanden. Der ukrainische Treffer gelang nun in einem Raketenwerk in der russischen Stadt Wotkinsk. Der vom ukrainischen Generalstab bestätigte Einschlag wurde von Brandaufnahmen in den sozialen Netzwerken begleitet und ist allein deswegen bemerkenswert, weil das Geschoss zuvor ungefähr 1400 Kilometer durch Russland geflogen war. (…) Zwar könne der genaue Schaden bisher nicht festgestellt werden. Experte Hoffmann geht für die Flamingo-Explosion jedoch von einem zerstörerischen Radius von 30 bis 35 Metern aus. Es würde bedeuten, dass nun alle russischen Maschinen innerhalb dieser Fläche nicht mehr funktionsfähig sind. Die Hinweise aus den sozialen Netzwerken auf ein großes Feuer könnten außerdem bedeuten, dass das Gebäude nach der Detonation größtenteils zerstört wurde. Zumal die Flammen wahrscheinlich zusätzliche Nahrung bekommen haben: Der Flamingo ist nämlich nur ungefähr halb so weit geflogen, wie er hätte fliegen können. Insofern war bei der Explosion noch viel brennbarer Treibstoff übrig.
via tagesspiegel: Riesiges Loch in russischer Fabrik: Ukrainischer Flamingo trifft erstmals wichtiges Ziel in Putins Raketenproduktion