Die niedersächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Martina Uhr soll ihren Lebensgefährten sowie dessen Tochter in ihrem Büro angestellt haben. Teile ihrer Fraktion legen ihr den Rücktritt nahe. Sonst würden Schritte eingeleitet. Die AfD muss sich mit einem neuen Fall mutmaßlicher Vetternwirtschaft befassen. Wie die »Welt«  berichtet, soll die Bundestagsabgeordnete Martina Uhr ihren Lebensgefährten sowie dessen Tochter in ihrem Büro angestellt haben. Die Regeln des Bundestags verbieten grundsätzlich Beschäftigungsverhältnisse von aktuellen und ehemaligen Lebenspartnern, Verwandten oder Ehegatten. Mit Lebenspartnern sind allerdings nicht Partner gemeint, sondern gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, wie sie vor der Ehe für alle geschlossen wurden. Die niedersächsische Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion hat die Vorwürfe nach eigenen Angaben überprüft und für stichhaltig befunden. »Eine sofortige Überprüfung durch die Landesgruppe bestätigte diese Vorwürfe in vollem Umfang«, sagte der Landesgruppenvorsitzende Andreas Paul am Montagabend. Man habe Uhr aus den eigenen Reihen ausgeschlossen und sie zum Mandatsverzicht aufgefordert, teilte Paul weiter mit

via spiegel: Niedersächsische AfD-Landesgruppe drängt Bundestagsabgeordnete Martina Uhr zu Mandatsverzicht

siehe auch: AfD-Abgeordnete rausgeschmissen: Schledde-Affäre weitet sich aus. Die niedersächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Martina Uhr soll ihren Partner und dessen Tochter bei sich angestellt haben. Die Landesgruppe reagiert ungewöhnlich scharf. Grund könnte Uhrs Unterstützung der Untreue-Vorwürfe gegen Landeschef Schledde sein. von Amelia Wischnewski In einer nur etwa 50-minütigen Krisensitzung am Mittwoch wurde Uhr nach Aussage von Leiter Andreas Paul (AfD) mit sofortiger Wirkung aus der niedersächsischen AfD-Landesgruppe ausgeschlossen. Uhr wurde von der Landesgruppe dazu aufgefordert, ihr Mandat niederzulegen. Komme sie dem innerhalb von 24 Stunden nicht nach, würde bei der nächsten Fraktionssitzung am Dienstag ihr Ausschluss beantragt. Die offizielle Begründung: Martina Uhr habe ihren Lebensgefährten angestellt. Mutmaßlich auch dessen Tochter. Womöglich wollte Uhr die Anstellung verschleiern: Paul zufolge wurde die Adresse des gemeinsamen Wohnsitzes erst vergangene Woche im internen Verwaltungsprogramm der AfD – dem “Parteimanager” – geändert. Doch hinter dem Ausschluss der Bundestagsabgeordneten könnte mehr stecken. In einem internen Schreiben von Mitte Februar, es liegt dem NDR vor, hat Uhr schwere Vorwürfe gegen AfD-Landeschef Ansgar Schledde erhoben. Es geht um den Fall von angeblich veruntreuten Steuergeldern in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro