Wegen des Vorwurfs der Nötigung im Amt steht am 9. Dezember ein Polizeibeamter aus Gifhorn vor dem Amtsgericht. Er soll einen Mann rassistisch beleidigt und unverhältnismäßige Gewalt angewendet haben. Laut Anklage soll sich der Vorfall am 13. Februar 2025 bei einer versuchten Abschiebung ereignet haben. Der Beamte und eine Kollegin aus der Ausländerbehörde wollten demnach einen Asylbewerber zur Abschiebung einem Richter vorführen. Der Mann sei kurz vor dem Einsteigen in den Streifenwagen geflüchtet. Nachdem er die Flucht selbst abgebrochen hatte, wurde er von einem Mitarbeiter der Ausländerbehörde festgehalten und wenig später von weiteren Polizisten gesichert, so die Anklage. Rassistische Beleidigungen bei Abschiebung? Dabei soll sich der angeklagte Polizist sich auf ihn gestürzt haben. Ebenso soll der Beamte dem Mann unter anderem zugerufen haben: “Jetzt haben wir dich, scheiß Ausländer”, und ihn mit dem Knie auf dem Rücken fixiert haben, sodass dieser kurzzeitig keine Luft bekam. Auch Sätze wie “Raus mit dir, du Ausländer” und “Geh zurück in dein Takatukaland” werden dem Beamten in der Anklage zugeschrieben.
via ndr: Rassistische Polizeigewalt? Beamter steht in Gifhorn vor Gericht