Ein wegen Bedrohung von Asylbewerbern verurteilter Mitarbeiter im Bundestag? Für die AfD zunächst kein Problem, bis der Vorgang öffentlich wird. Einen Monat nach der SPIEGEL-Recherche zieht die Fraktion offenbar Konsequenzen. Der vorbestrafte Philipp R. ist nicht mehr länger Mitarbeiter der AfD-Fraktion. Wie zunächst die »Bild«  und die dpa berichten, wurde das Vertragsverhältnis zwischen der Fraktion und Philipp R., ihrem »Koordinator Sicherheit«, aufgelöst. Anfang September hatte eine Recherche des SPIEGEL enthüllt , dass die AfD-Bundestagsfraktion einen Mann beschäftigte, der im Mai vergangenen Jahres unter anderem wegen Bedrohung und Besitz verbotener Gegenstände verurteilt wurde. Demnach hatte R. im Februar 2022 Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Friedrichshafen rassistisch beleidigt, mit einer Schreckschusswaffe bedroht und damit geschossen. Anschließend war er angetrunken mit dem Auto gefahren. Als ihn die Polizei stoppte, fanden die Beamten einen Schlagstock und weitere verbotene Gegenstände. Das Landgericht Ravensburg verurteilte R. daraufhin zu einer Geldstrafe. Zudem wurde ihm sein kleiner Waffenschein entzogen. Der Erwerb von Waffen wurde ihm verboten.

via spiegel: Vorbestrafter Philipp R. ist nicht mehr Mitarbeiter der AfD-Fraktion

siehe auch: Vom Landgericht Ravensburg verurteilt AfD im Bundestag entlässt vorbestraften Sicherheitsmitarbeiter. Die AfD-Bundestagsfraktion trennt sich von einem Mitarbeiter ihres Sicherheitsteams. Das Landgericht Ravensburg hatte ihn 2024 wegen Bedrohung und Trunkenheit am Steuer verurteilt. Die AfD-Fraktion im Bundestag hat sich von einem für Sicherheit verantwortlichen Mitarbeiter getrennt. Er wurde im vergangenen Jahr vom Landgericht Ravensburg wegen Bedrohung, Besitzes verbotener Gegenstände und Trunkenheit im Verkehr verurteilt.  Der Vertrag sei aufgelöst