Nach der Identitären-Demo am 26. Juli fielen Neonazis in der U1 über zwei junge Musiker her, prügelten und traten sie. Die Wiener Linien übergaben der Polizei Videomaterial. Dass am 26. Juli rund 400 Rechtsextreme in Wien auf einer Demo der Identitären durch Wien marschierten, hatten zwei junge Musiker eigentlich nicht auf dem Schirm. Der 24-jährige Tiroler und der 22-jährige Wiener waren am frühen Abend auf dem Heimweg von einer gemeinsamen Bandprobe. Ihr Pech: Sie nahmen eine Garnitur der U1, in die rund 50 Rechtsextreme und Neonazis einstiegen. Grölend seien diese eingestiegen, erzählt einer der Musiker dem STANDARD: “Ausländer raus, Deutschland den Deutschen” hätten sie gesungen und hasserfüllte, herabwürdigende Sprüche über Linke skandiert. Ein Blick hat gereicht Minuten später wurden die zwei jungen Männer zur Zielscheibe. “Wir haben hingeschaut, weil wir neugierig waren, was da los ist”, erzählt der 24-Jährige. “Ein Blick hat gereicht, und sie sind auf uns losgegangen.” Die beiden Musiker wurden rassistisch und homophob beschimpft und sofort niedergeprügelt und getreten. Besonders schlimm sei es gewesen, “dass so was während der Fahrt passiert und man nirgends hinkann”, erzählt er weiter, “und dann die Hetzjagd von ungefähr 50 Neonazis”. Denn am Nestroyplatz flohen er und sein Freund aus der U-Bahn, erst außerhalb der Station ließ man von ihnen ab. Sie rannten auf der Praterstraße in ein Lokal und sagen, sie hätten dort kurz nach 19 Uhr und etwas später nochmals die Polizei angerufen. “Ich habe 133 gewählt, eine halbe Stunde ist niemand gekommen. Das hat auch den Kellner und andere Gäste gewundert.” Die beiden zeigten den Überfall schließlich bei einem Polizisten, der vor der nahen Synagoge stand, an.

via standard: Nach rechtsextremer Demo in Wien: Neonazis verletzten abermals Unbeteiligte

siehe auch: Rechtsextreme gingen in U-Bahn auf Männer los. Mehr als 200 Anzeigen hagelte es im Rahmen des Demo-Samstags.(Bild: Jöchl Martin) „Ein Blick hat gereicht, und sie sind auf uns losgegangen.“ Dies erklärte ein 24-Jähriger, der gemeinsam mit einem zwei Jahre jüngeren Bandkollegen Ende Juli in einer Wiener U-Bahn beschimpft, attackiert und verletzt worden war. Bei den mutmaßlichen Angreifern handelte es sich um Teilnehmer einer Demo der rechtsextremen Identitären. Konkret fand der Protestzug am 26. Juli statt und führte durch die Wiener Innenstadt. Laut „Standard“ waren die beiden späteren Opfer gerade am Heimweg von einer Bandprobe, als mehrere Rechtsextreme und Neonazis wohl nach Ende der Demo in den U-Bahn-Waggon stiegen und dabei Hassparolen skandierten. „Ein Blick hat gereicht, und sie sind auf uns losgegangen“, so der 24-Jährige. Die beiden seien noch während der Fahrt rassistisch und homophob beschimpft, danach niedergeprügelt und getreten worden.

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