Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Kommissar-Anwärter der Polizei-Hochschule im brandenburgischen Oranienburg wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Das sagte ein Sprecher der Behörde in Neuruppin. Weitere Angaben wollte er nicht machen, da die Ermittlungen andauerten. Zuerst berichtete die “Bild”-Zeitung. Nach Informationen der Zeitung soll es bei Äußerungen der Kommissar-Anwärter in Lehrveranstaltungen um dunkelhäutige Straftäter, Homosexuelle und auch den Verfassungsschutz gegangen sein. Mitschüler hätten die Aussagen in einem Protokoll festgehalten. Wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte, suspendierte die Polizei-Hochschule die beiden Auszubildenden zunächst vorübergehend. Das Dienstverbot sei dann am 24. Juli erloschen, da sich die Ermittlungen als aufwändiger erwiesen hätten. (…) Nun werde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, hieß es. Laut Innenministerium müssten die beiden Beamten mit einer Entlassung rechnen, wenn sich die Vorwürfe bestätigten. (…) Auch in der Vergangenheit wurden Ermittlungen gegen Polizisten in Brandenburg bekannt: 2022 wegen Fotos mit einer SS-Uniform, 2019 wegen eines Fotos, auf dem Polizisten und ein rechtsextremer Schriftzug zu sehen waren. In Berlin waren 2020 sechs Polizei-Studenten nach dem Bekanntwerden rassistischer Chats suspendiert worden.
via ntv: Brandenburg Justiz ermittelt nach Rassismus-Verdacht gegen Polizeischüler
