Laut einem Bericht des Verfassungsschutzes vernetzt sich die AfD in Rheinland-Pfalz zunehmend mit der neu-rechten Szene. Auch die Burschenschaft „Germania Halle zu Mainz“ wird in diesem Zusammenhang genannt. „Zu einer tonangebenden Allianz“ entwickelt sich laut dem nun vorgestellten Verfassungsschutzbericht 2024 die Vernetzung der AfD und ihrer Jugendorganisation Junge Alternative mit Akteuren der sogenannten Neuen Rechten – etwa der Burschenschaft „Germania Halle zu Mainz“. Die Akteure seien zwar häufig formal unabhängig von der Partei, ideologisch würden sie der AfD jedoch so nahestehen, dass ihre Einflussnahme immer offensichtlicher werde. Bei der Burschenschaft „Germania Halle zu Mainz“ habe sich das etwa daran gezeigt, dass es personelle Überschneidungen zur Jungen Alternative gegeben habe. „Die Burschenschaft ‘Germania Halle zu Mainz’ vertritt, ähnlich wie andere Akteure der sogenannten ‘Neuen Rechten’, einen völkischen Nationalismus, der stark auf Abstammung basiert. Ein zentraler Punkt ihrer Weltanschauung ist der ‘deutsche Volksbegriff’, der sich nicht auf gemeinsame Werte oder eine Verfassung stützt, sondern ausschließlich auf ethnische Herkunft“, heißt es in dem Bericht über die Burschenschaft, die zu den pflichtschlagenden Studentenverbindungen zählt. Als Beleg führt der Verfassungsbericht zuerst Aussagen eines Alten Herren der Mainzer Burschenschaft an, der gegenüber dem Medium der „Deutschen Burschenschaften“ Nationalität als objektive Realität dargestellt habe: Die Nation bestehe aus einem bewusst handelnden Volk, dem man durch Geburt angehöre, soll er gesagt haben. Alte Herren sind ehemalige Verbindungsmitglieder, die ihr Studium abgeschlossen haben, die Burschenschaften aber weiter finanziell sowie ideell unterstützen und an ihren Veranstaltungen teilnehmen. Auch heutige „Germania Halle zu Mainz“-Mitglieder vertreten laut Verfassungsschutz diese völkische Vorstellung.

via merkurist: Rheinland-pfälzische AfD vernetzt sich mit Mainzer Burschenschaft