Der Christopher Street Day in Dresden wird von Protesten Rechtsradikaler begleitet. Es kommt zu Straftaten. Sogar Kinder fallen mit verbotenen Symbolen auf. Die rechte Szene Dresdens hat am Samstag gegen den diesjährigen Christopher Street Day in der sächsischen Landeshauptstadt demonstriert. Laut eines Reporters vor Ort waren an dem Protest etwa 200 Personen beteiligt. Ein Foto des Reporters zeigt mindestens eine feste Größe der Dresdner Neonazi-Szene. Die Jungen Nationalisten (JN), die Jugendorganisation der Partei “Die Heimat” hätten gegen den CSD mobil gemacht, so der Reporter weiter. “Die Heimat” ist die Nachfolgeorganisation der NPD. Der Demonstrationszug vom Bahnhof Dresden-Mitte über die Wilsdruffer Straße und den Pirnaischen Platz zurück zum Ausgangspunkt sei am Freiberger Platz zwischenzeitlich gestoppt worden, teilte die Dresdner Polizei am frühen Abend mit. Grund seien mehrere Straftaten gewesen, die aus der Menge heraus begangen worden seien. Verbotene Symbole und verbotene Parolen Fünf Demo-Teilnehmer hätten sichtbar Gürtelschnallen mit verbotenen Runen getragen. Unter ihnen seien Kinder gewesen, so die Polizei weiter. Eine weitere Person habe mit einem Megafon verbotene Parolen skandiert. Die Polizei leitete nach eigenen Angaben Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein. Fotos des Reporters vom Neonazi-Protest zeigen außerdem mindestens zwei junge Männer, die mit ihren Händen das sogenannte White-Power-Zeichen formen. Dabei posieren sie mit einem stadtbekannten Neonazi. Das White-Power-Zeichen soll für die von der Szene behauptete “Überlegenheit der weißen Rasse” stehen. Teilnehmer von Gegenprotest zünen Pyrotechnik Am Rande des rechten Protestmarsches kam es laut der Polizei zu Gegenprotest. An der Freiberger Straße hätten sich mehrere Personen den rechten Demonstranten entgegengestellt. Einzelne Teilnehmer zündeten laut des Reporters Pyrotechnik. Die Beamten sorgten nach Polizeiangaben dafür, dass beide Protestzüge aneinander vorbeigeleitet wurden.

via t-online: Kinder tragen verbotene Symbole Neonazis demonstrieren in Dresden gegen den CSD

siehe auch: FÜR BÜRGERRECHTE EINTRETEN CSD Dresden: Queere Gegendemo protestiert gegen rechtsextremen Aufmarsch. Tausende Menschen haben beim Christopher Street Day (CSD) in Dresden für die Rechte queerer Menschen und gegen Diskriminierung demonstriert. Gegen die bunte Parade formierte sich am Samstag ein rechter Gegenprotest. Die vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte sogenannte “Elblandrevolte” hatte für den Samstag in sozialen Netzwerken zum Protest gegen den CSD aufgerufen. Gegen den rechten Protest formierte sich wiederum Widerstand. Eine queere Demo, die unabhängig vom CSD demonstrierte, protestierte am Samstagmittag gegen den rechten Aufmarsch. Ein Demo-Sprecher sprach von 120 Teilnehmenden, die sich an dem queeren Gegenprotest beteiligten. Der rechte Protest hatte Reporterangaben zufolge ungefähr die gleiche Anzahl an Teilnehmern. Nach Angaben der Polizei vor Ort kam es zu verschiedenen Delikten rechter Demonstranten. So trugen laut Polizei fünf Teilnehmer, darunter auch zwei Kinder Gürtelschnallen mit verbotenen Runen. Ein weiterer Teilnehmer hatte verbotene Parolen mit einem Megaphon skandiert. Gegen die Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.