Mit Hakenkreuzen und rechten Parolen haben Unbekannte mehrere Gebäude in Allstedt beschmiert – auch ein großflächiges Kunstbanner der Ausstellung “Glühende Horizonte”. Die Polizei zählt 15 Orte, auch das Rathaus ist betroffen. Die Kunststiftung zeigt sich entsetzt, die Ermittlungen laufen. In Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz haben bislang unbekannte Täter mehrere Fassaden mit verfassungsfeindlichen Symbolen und rechten Parolen beschmiert. Nach Angaben der Polizei Halle wurden insgesamt 15 Fälle gezählt – betroffen sind unter anderem das Rathaus, eine Bushaltestelle und ein Stromverteilerkasten. Auch ein rund 18 mal 4 Meter großes Porträtbanner der gerade entstehenden Freiluft-Kunstausstellung “Glühende Horizonte” wurde verunstaltet. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen Sachbeschädigung. Der oder die Täter sind bislang nicht identifiziert. Die Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Manon Bursian, verurteilte die Tat scharf: “Diese Straftat ist kein Bagatelldelikt, sie ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft, auf die Kunst und die Allstedter.”
via mdr; ERMITTLUNGEN LAUFEN Rechte Parolen und Hakenkreuze in Allstedt: Kunstbanner und Rathaus beschmiert
siehe auch: Allstedt: Kulturminister entsetzt über rechte Schmierereien. Hakenkreuze, rechte Parolen und Symbole haben Unbekannte in Allstedt in Mansfeld-Südharz hinterlassen. Ein Foto-Projekt einer Freiluftausstellung, die gerade vorbereitet wird, ist auch beschädigt. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) ist entsetzt und bestürzt über die Schmierereien mit Hakenkreuzen und rechten Parolen in Allstedt (Mansfeld-Südharz), von denen auch ein Kunstprojekt betroffen ist. „Ich bin zutiefst erschüttert über diesen feigen und menschenverachtenden Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf die Kunst und auf das friedliche Miteinander in Allstedt“, sagte Robra. Die Täter hätten nicht nur Eigentum beschädigt und Abbildungen von Mitmenschen aus Allstedt entstellt. Sie hätten auch versucht, Angst und Hass zu säen. „Solche Taten sind ein Angriff auf unsere demokratischen Werte und werden von uns mit aller Entschlossenheit bekämpft“, sagte der Minister.