Ein Klubhaus des „Rowdys MC Eastside“ ist bei Leipzig eröffnet worden. Die Rockergruppe wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Die Polizei war am Samstagabend präsent. Sie sind gekommen, um zu feiern: Männer mit Lederwesten, auf denen die Logos verschiedener Motorradgruppen gestickt sind. Ihr Ziel befindet sich am Samstagabend kurz hinter Leipzig, bei Wiederitzsch. Dort wollen die „Rowdys MC Eastside“ nach LVZ-Informationen ein neues Klubhaus eröffnen, zwischen Autobahnabfahrt und Bahnschienen. Die Polizei ist mit Dutzenden Beamten im Einsatz, hat auf der Podelwitzer Straße zwei Kontrollstellen eingerichtet. Autos werden auf gefährliche Gegenstände geprüft, die Polizei macht auch vereinzelt Fotos der „Kutten“ – eben jener Lederwesten, die die Mitglieder der Motorradgruppen tragen. Viele kommen aus der Umgebung von Leipzig, aber auch aus Sachsen-Anhalt. T-Shirts der rechtsextremen Marke Thor Steinar sind zu sehen, ebenso Oberteile einer Neonazi-Band. Es gehe darum, Straftaten zu vermeiden, so ein Beamter vor Ort. Weitere Angaben will die Polizei vorerst nicht machen. Die „Rowdys MC Eastside“ sind keine gewöhnliche Motorradgruppe, die Mitglieder haben Verbindungen in die gewaltbereite Hooligan-Szene rund um den Fußball-Club 1. FC Lokomotive Leipzig, in der Vergangenheit sind sie wegen Körperverletzung auffällig gewesen. Der Verfassungsschutz stuft die Gruppierung zudem als rechtsextrem ein.

via lhz: Verbindungen in gewaltbereite Lok-Szene Rechtsextremer Motorrad-Club eröffnet Klubhaus bei Leipzig – Melanie Müller trat einst für Rocker auf