Mithilfe von Wurfzetteln ruft eine Gruppe in Mainz zu Spenden auf. Polizei und Verfassungsschutz warnen. Wer dahinter steckt und was sie mit der Reichsbürger-Szene zu tun haben. uf den ersten Blick wirkt der Spendenaufruf des „Zentrum für Menschenrecht“ harmlos. Als doppelseitiger Flyer wurde dieser in mindestens einen Briefkasten in Mainz-Gonsenheim eingeworfen, wie ein Leser berichtet. Dort heißt es unter anderem: „Mit ihrer Unterstützung tragen Sie dazu bei, Aufklärung zu fördern, Menschen in Not zu helfen und die Anwendung des Völkerrechts zu stärken.“ Schon bei genauerem Hinsehen fallen allerdings neben etlichen Rechtschreibfehlern Ungereimtheiten auf: Auf dem Flyer wird etwa das Logo des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verwendet. Ein „Zentrum für Menschenrecht“ ist dort allerdings gar nicht angesiedelt. Auch eine Verbindung zu offiziellen Stellen des BBK besteht laut Pressestelle nicht. Im Gegenteil: Vergleichbare Flyer seien in den vergangenen Jahren immer wieder aufgetaucht. Das Bundesinnenministerium sei hierzu bereits informiert. Die Organisation „Internationales Zentrum für Menschenrecht“ (IZMR) ist bundesweit unter verschiedenen Bezeichnungen aktiv und wird dem Spektrum der Reichsbürger und Selbstverwalter zugeordnet. Die Gruppe wird vom Bundesverfassungsschutz beobachtet (…) Bei der im Flyer genannten „ANACOK“-Stiftung handelt es sich laut Landesinnenministerium um eine von der Führungsfigur gegründeten Stiftung mit Sitz in der Türkei. Laut dem Verfassungsschutzbericht des Landes Sachsen-Anhalt (2020) ist die Führungsperson der Gruppe Mustafa S., der in dem in Gonsenheim verteilten Flyer auch als Spendenempfänger auftritt
via allgemeine zeitung: Stadt Mainz Verdächtiger Flyer mit Spendenaufruf kursiert in Gonsenheim