Haben zwei Reichsbürger aus Rostock einen Polizisten verprügelt und gebissen? Mit dieser Frage befasst sich derzeit das Amtsgericht Rostock. Was der Grund für die Attacke sein soll. Zwei Reichsbürger aus dem Rostocker Stadtteil Lütten Klein sollen einen Polizisten ins Krankenhaus geprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Rene H. und Dieter R. vor, im Mai 2024 einen Beamten der Landespolizei schwer am Kopf und Knie verletzt zu haben. Der Prozess läuft seit Freitag (11. April) vor dem Rostocker Amtsgericht. Die Anklage lautet: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung. Reichsbürger-Prozess in Rostock: Polizist sagt aus „Ich dachte, der schlägt mich tot“, sagt der Polizist zum Prozessauftakt im Zeugenstand. Noch immer würde er unter den Folgen der Attacke leiden. Er könne nicht normal arbeiten. (…) Laut Staatsanwältin hätte der Angeklagte die Polizisten an der Uniform und den Dienstausweisen erkennen müssen. Doch Rene H. – der der Reichsbürger-Szene nahestehen soll – vertraut ohnehin nicht auf amtliche Erkennungszeichen. Dies betont die Juristin und zitiert den Angeklagten, der gesagt haben soll: „Ihr seid keine echten Polizisten“. Beschuldigter soll mit Krücke auf Polizisten eingeschlagen haben Die Polizisten folgten dem 55-Jährigen ins Treppenhaus des Mehrfamilienhauses. Dort sei die Situation dann eskaliert. „Er drehte sich um und schlug mich mit seinem Stock“, sagt der Beamte aus. Immer wieder hätte der Angeklagte ihn angegriffen. „Er schlug mir immer wieder auf den Kopf“, sagt der Polizist mit zitternder Stimme. „Bis die Metallkrücke auf meinem Kopf zerbrach.“ Beamter trug etliche Schäden davon Dennoch bekam der Polizist, den Mann zu fassen. Zusammen seien sie die Treppe heruntergestürzt. „Da spürte ich einen starken Schmerz im rechten Knie.“ Durch den Sturz soll er sich den Meniskus und das Kreuzband gerissen haben. Die Folgen spürt er bis heute: „Am schlimmsten ist es, wenn die Kinder toben wollen und ich nicht kann“, sagt der Familienvater. Auch könne er bis heute nur ein paar Stunden am Tag im Innendienst arbeiten. Nach dem Treppensturz sei der Kampf noch nicht vorbei gewesen. Der Beamte habe versucht, den Kopf von Rene H. zu fixieren. „Er hat mir dann kräftig in den Arm gebissen“, berichtet er. „Ich habe nicht gewusst, ob das Blut von mir oder von ihm ist.“ Ein Nachbar soll den verletzten Polizisten ebenfalls angegriffen haben Der heute 81-jährige Nachbar Dieter R. des mutmaßlichen Schlägers hörte den Lärm im Treppenhaus in seiner Wohnung. Er soll den Beamten ebenfalls verletzt haben, wie dieser berichtet
via ostsee-zeitung: Prozess in Rostock Reichsbürger soll Polizist blutig gebissen haben: „Dachte, er schlägt mich tot“