In der Havelstadt Zehdenick in Oberhavel kämpften ein AfD-Politiker und ein Polizist um das Bürgermeisteramt. Die Stichwahl gewann der parteilose Alexander Kretzschmar. Brandenburg bekommt keinen neuen AfD-Bürgermeister: Bei der Stichwahl in Zehdenick (Oberhavel) gewann der parteilose Einzelbewerber Alexander Kretzschmar mit 63,0 Prozent deutlich vor dem AfD-Stadtverordneten René Stadtkewitz und wird der neue hauptamtliche Bürgermeister der 14.000-Einwohner-Stadt nördlich von Berlin. In der ersten Abstimmungsrunde am Tag der Bundestagswahl vor drei Wochen lag Kretzschmar mit 37,5 Prozent nur 0,2 Prozentpunkte vor Stadtkewitz. Der CDU-Kandidat und ein weiterer Einzelbewerber unterlagen deutlich. Zehdenicks neuer Bürgermeister Alexander Kretzschmar ist Polizeibeamter in Berlin und bewusst parteilos. Er sagte vorab, er wolle mit der AfD auf der Sachebene zusammenarbeiten. „Das ist für mich keine Brandmauer“, so Kretzschmar. Rote Linien gebe es trotzdem: keine Zusammenarbeit auf ideologischer Ebene.
via tagesspiegel: Parteiloser gewinnt Stichwahl in Brandenburg: Zehdenick bekommt keinen AfD-Bürgermeister
siehe auch: Parteiloser Kretzschmar gewinnt Stichwahl gegen AfD-Kandidaten. Der parteilose Kandidat Alexander Kretzschmar hat die Bürgermeister-Stichwahl in Zehdenick (Oberhavel) gewonnen. Der Polizist erhielt am Sonntag 63 Prozent der Stimmen. Auf seinen Konkurrenten René Stadtkewitz von der AfD entfielen 37 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit gut 53 Prozent ausreichend, um das Quorum zu erfüllen. Kretzschmar will Verwaltung modernisieren “Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Stadtverordnetenversammlung”, sagte Kretzschmar dem rbb nach der Stichwahl: “Ich werde an die Gespräche, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führen durfte, anknüpfen. Das ist die Basis der Zusammenarbeit.” Er werde sich nun alle Beschlüsse, die bereits verabschiedet, aber noch nicht umgesetzt wurden, ansehen, berichtete Kretzschmar. Da müsse nachgearbeitet werden. Die Verwaltung solle wieder Fahrt aufnehmen. Daher will der neue Bürgermeister auch Gespräche mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt führen. Der Verwaltung solle modernisiert werden. Im Wahlkampf hatte Kretzschmar für eine Verwaltung, die sich stark für die Bürger einsetzt, und für den Ausbau der Angebote für Kinder und Jugendliche geworben. Die Stichwahl war nötig geworden, weil keiner der ursprünglich vier Kandidaten im ersten Wahlgang vor drei Wochen eine absolute Mehrheit hinter sich vereinen konnte.