Ein Gönner aus Österreich wirbt mit eigenen Plakaten für die AfD, die ersten hängen nun in deutschen Städten. Doch die Millionen Euro teure Aktion ist nach SPIEGEL-Informationen nicht ganz im Sinne der Partei. In mehreren deutschen Großstädten hängen seit heute Plakate einer fremdfinanzierten Werbekampagne für die AfD. Doch der angebliche Finanzier der Aktion, ein ehemaliger Funktionär der österreichischen FPÖ, trifft damit offenbar nicht ganz die Vorstellungen der »Alternative für Deutschland«. AfD-Bundesschatzmeister Carsten Hütter sagte dem SPIEGEL, dass der österreichische Geschäftsmann Gerhard Dingler die Motive der Kampagne selbst ausgewählt habe. »Wir haben ein Stück weit versucht, Einfluss zu nehmen auf die Plakatkampagne, da sie im Layout und bei den Slogans nicht unser Stil ist«, sagte Hütter dem SPIEGEL. »Herr Dingler wollte an seinen Entwürfen aber größtenteils festhalten.« Dingler hatte der Partei demnach bereits Anfang Januar ausgearbeitete Motive für Wahlplakate übersandt. Dass politische Parteien außenstehenden Personen erlauben, über Art und Inhalt ihrer Werbeplakate zu bestimmen, ist ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Nach Angaben von Schatzmeister Hütter ist der österreichische Geldgeber kein Mitglied der AfD.
via spiegel: Unmut über Layout und Stil AfD ist unzufrieden mit Plakatkampagne von österreichischem Spender
