Im Prozess wegen Waffenhandels gegen ein Paar aus Neresheim hat sich der Angeklagte vor dem Ellwanger Landgericht am Donnerstag als “Bürger des Deutschen Reiches” bezeichnet. Ein Paar aus Neresheim im Ostalbkreis muss sich wegen “unerlaubten Handelns mit Waffen” verantworten. Am Donnerstagnachmittag hat der Prozess am Landgericht Ellwangen begonnen. Das Paar gehört mutmaßlich zur “Reichsbürger”-Szene. An seiner Gesinnung lässt der 48-jährige Hauptangeklagte keinen Zweifel: Auf seinem T-Shirt steht das Wort “racist”. Und auf dem Rücken seines T-Shirts sind ein weißes und ein schwarzes Strichmännchen zu sehen – versehen mit der Aufschrift: “I don’t mix”. Auch im Gerichtssaal lässt der Angeklagte keinen Zweifel an seiner Gesinnung. Auf seinem T-Shirt steht das Wort “racist”. Als sich die beiden Angeklagten im Gerichtssaal nach einiger Zeit der Trennung aufgrund der Haft sehen, umarmen und küssen sie sich. Auf die Frage des Richters, ob er deutscher Staatsbürger sei, antwortet der Mann, er sei “Bürger des Deutschen Reiches”. Prozess am Landgericht Ellwangen um Waffenhandel Hauptanklagepunkt gegen das Paar ist der Waffenhandel. Im Kern geht es um den Verkauf von 110 Metallstücken, sogenannte Laufbündel. Dabei handelt es sich um die Rohware für die Herstellung von Pistolenläufen. Die Stahlstücke sind jedoch noch nicht durchbohrt. Bei dem Mann ist zudem Schwarzpulver sowie kinderpornographisches Material gefunden worden.
via swr: Prozess am Landgericht Ellwangen gegen “Reichsbürger” wegen Waffenhandels