Der künftige US-Präsident Donald Trump hat auf einer Veranstaltung in Arizona Transsexuelle verhöhnt. Geschlechtsangleichungen und nicht-binäre Eintragungen in Dokumenten will er offenbar verbieten lassen. Es sind noch vier Wochen, bis der designierte US-Präsident Donald Trump am 20. Januar sein Amt antritt. Doch bereits jetzt geben die Aussagen des künftigen Staatschefs einen Vorgeschmack darauf, wie sich die Politik des Landes wandeln könnte. Beim »AmericaFest« in der Stadt Phoenix im Bundesstaat Arizona verkündete Trump in einer rund 90-minütigen Rede neben der Androhung einer Rückforderung des Panamakanals, dass er den »Transgender-Irrsinn« in den Vereinigten Staaten stoppen wolle. Die viertägige Konferenz wird von einer konservativ-rechtspopulistischen Gruppierung organisiert. Er werde Verordnungen unterschreiben, »um die sexuelle Verstümmelung von Kindern zu beenden«, so Trump in seiner Rede offenbar mit Bezug auf Geschlechtsangleichungen. Auch werde er Transgender aus dem Militär, aus Grundschulen, Mittelschulen und Gymnasien verbannen, so der künftige Präsident. Trump sprach von »Transgender-Irrsinn« und machte sich auf der Bühne über trans Menschen lustig – das Publikum reagierte laut »New York Times« begeistert. Trans menschen oder Transgender sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Trump plant offenbar auch ein Verbot nicht-binärer Geschlechtsoptionen in offiziellen Dokumenten. »Unter der Trump-Regierung wird es die offizielle Politik der Regierung der Vereinigten Staaten sein, dass es nur zwei Geschlechter gibt, männlich und weiblich«, so der Republikaner.
via spiegel: Trump äußert sich transfeindlich und will dritte Geschlechtsoption verbieten
