Gemeinsam mit Sahra Wagenknecht verfasste Alice Schwarzer angesichts des Kriegs in der Ukraine ein »Manifest für Frieden«. Daraufhin sollen zahlreiche Leserinnen ihr »Emma«-Abo beendet haben. Schwarzer ist sauer. Die Politikerin Sahra Wagenknecht und die Autorin Alice Schwarzer veröffentlichten aufgrund des Kriegs in der Ukraine vor knapp zwei Jahren ihr »Manifest für Frieden«. Weil sie Russlands Urheberschaft an diesem Krieg kaum erwähnten und die Ukraine fast ausschließlich als Schlachtfeld, nicht als handelndes Subjekt, erwähnten, gerieten sie in die Kritik. Vor einer Kundgebung grenzten sie sich außerdem nicht klar vom rechten Rand ab. Nun folgte vor wenigen Tagen ein neuer Appell für einen Waffenstillstand in der Ukraine. Der Aufruf mit dem Titel »Eine Minute vor Zwölf« richtet sich »an die deutsche Politik« und warnt vor »einem großen europäischen Krieg«. (…) Gut möglich also, dass sich der Protest bei der von Schwarzer gegründeten Frauenzeitschrift »Emma« dieses Mal in Grenzen hält. »Selbst von ihren eigenen Leserinnen wird ›Emma‹ für ihr Engagement für Frieden keineswegs nur bestätigt, sondern von einer Minderheit auch abgestraft«, schrieb Schwarzer am vergangenen Samstag auf emma.de . Im Jahr 2023 habe es von den Leserinnen und Lesern viel Zustimmung gegeben. »Aber immerhin jede fünfte Leserin hat aus Protest ihr Abonnement gekündigt. Das soll wehtun – und tut es auch«, schreibt Schwarzer. (…) Schwarzer kritisiert derweil auch Medien. Seit fast zwei Jahren habe sich keine TV-Redaktion mehr bei ihr gemeldet. »Weder in Sachen Krieg & Frieden noch zu einem anderen bei mir naheliegenden Thema (wie Gewalt gegen Frauen oder Abtreibung zum Beispiel)«, schreibt Schwarzer. Medien seien parteiisch und selbstgerecht.

via spiegel: Folge von Alice Schwarzers »Manifest für Frieden« Jede fünfte Leserin soll ihr »Emma«-Abo gekündigt haben

MiMiMi