In Leipzig hat eine Polizistin mit beschlagnahmten Fahrrädern gehandelt: Für 50 Euro pro Stück gab sie die Bikes an Kollegen weiter. Das Geld will sie gespendet haben. Das Gericht sah es anders. Vor mehr als fünf Jahren hatte der »Fahrradgate-Skandal« um den illegalen Verkauf von sichergestellten Rädern bei der Polizei Leipzig für Aufsehen gesorgt. Das Landgericht Leipzig hat nun eine Polizistin wegen Bestechlichkeit und Untreue in knapp 70 Fällen verurteilt. Die 47-Jährige wurde zu einer Strafe von 380 Tagessätzen zu je 45 Euro, insgesamt 17.100 Euro, verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie beschlagnahmte Fahrräder gegen Geld vor allem an andere Polizeibeamte weitergegeben hatte. »Die Räder hätten nicht einfach an Dritte herausgegeben werden dürfen. Und die Zahlungen hätten an die Kasse des Freistaates gehen müssen«, begründete der Vorsitzende Richter am Landgericht Leipzig die Entscheidung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 47-Jährige hat knapp 4000 Euro eingenommen Ursprünglich ging es in der Anklage der Generalstaatsanwaltschaft um gut 155 Fälle. Demnach sollte die Polizistin von August 2014 bis November 2018 mindestens 265 zum Teil hochwertige Fahrräder weitergegeben haben – überwiegend an Polizisten, auch von der Bereitschaftspolizei und dem Landeskriminalamt.

via spiegel: Hohe Geldstrafe Leipziger Polizistin handelte mit beschlagnahmten Fahrrädern

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