Weil er einem AfD-Mann in der Wahl um einen Ausschuss-Posten seine Stimme gab, musste der CDU-Kreisvorsitzende Florian Kellner viel Kritik einstecken. Nun zog er Konsequenzen. Was die CDU zum Rücktritt sagt. Wie es jetzt weitergeht. Der aus Mildensee stammende CDU-Stadtrat Florian Kellner ist nicht länger Kreisvorsitzender seiner Partei in Dessau-Roßlau. Entsprechende Informationen der MZ bestätigte Kreisgeschäftsführerin Anne Neumann am Montag. Ein Schreiben mit der Erklärung, den Posten des Kreisvorsitzenden abzugeben, sei am Wochenende bei ihr angekommen, sagte Neumann. (…) Kellner zieht mit seiner Entscheidung Konsequenzen aus seinem Wahlverhalten im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus in der vergangenen Woche. Am Donnerstag stand im Ausschuss die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden an. Das Gremium leitet Andreas Mrosek von der AfD. Zur Wahl des Vizes standen Martin Grünthal (Pro Dessau-Roßlau) und Burghardt Ratzmann (AfD). In der offenen Wahl stimmte Kellner als einziger Stadtrat außerhalb der AfD zweimal hintereinander für Ratzmann. Weil Stimmengleichstand mit Grünthal bestand, entschied schließlich das Los, das auf Ratzmann fiel. Damit gibt es erstmals in der Geschichte Dessau-Roßlaus eine AfD-Doppelspitze in einem Ausschuss. Lesen Sie auch: Triumph für AfD: Direktor von Köthener Ludwigsgymnasium wird Mitglied im Bildungsausschuss Kellner hatte nach der Wahl erklärt, Ratzmann sei „nicht durch negative Äußerungen aufgefallen“. Deshalb gebe es keinen Grund für ihn, ihn nicht zu wählen.

via mz web: Nach Kritik an Wahl von AfD-Mann: Dessau-Roßlaus CDU-Chef Kellner zieht Konsequenzen