Im ersten Halbjahr 2024 soll es in Afrika mehr Vorfälle politischer Gewalt durch russische Söldner gegeben haben als zu Lebzeiten Prigoschins. Russische Söldner spielen in Afrika auch ein Jahr nach dem Flugzeugabsturz von Wagner-Chef Jewgenij Prigoschin eine wichtige Rolle. “Trotz des Todes von Prigoschin und der Umbenennung zu Afrika-Korps wird der Fußabdruck von Wagner auf dem Kontinent wahrscheinlich weiter zunehmen”, meinen Analysten der Konfliktdatenorganisation Acled. Im ersten Halbjahr 2024 habe es in Afrika mehr Vorfälle politischer Gewalt durch russische Söldner gegeben als zu Lebzeiten Prigoschins. (…) Als “Überlebenspaket für Regime” beschreiben Experten in einem Panel des US-Thinktanks Brookings Prigoschins lukrativste Dienste: Die Russen stellten Paramilitärs etwa zum Schutz von Präsidenten oder der Bekämpfung von Aufständischen – mit jeglichen Mitteln, darunter auch Massaker, Vergewaltigungen oder Folter von Zivilisten. Acled erfasste Gewalt in Verbindung mit Wagner in Libyen, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, Mosambik und dem Sudan sowie Grenzgebieten im Tschad und Mauretanien. Nach Prigoschins Tod Seit Prigoschins Tod liegt die Kontrolle über die neue paramilitärische Struktur namens Afrika-Korps zwischen Moskaus Verteidigungsministerium und dem Militärgeheimdienst GRU.

via standard: RUSSISCHE SÖLDNER Modell Wagner lebt ein Jahr nach Jewgenij Prigoschins Tod weiter

siehe auch: Ein Jahr nach Tod Prigoschins : Was aus den Söldnern der Wagner-Gruppe wurde. Vor einem Jahr kam der Chef der paramilitärischen Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Was ist aus der Söldnerarmee geworden? Sie waren bekannt für ihre Skrupellosigkeit und Brutalität – die Wagner-Söldner. Bis zu 50.000 sollen allein in der Ukraine im Einsatz gewesen sein. Der Chef der Gruppe, Jewgeni Prigoschin, hatte Straftäter, die wegen Mord, Vergewaltigung und anderer Schwerverbrechen verurteilt waren, in russischen Gefängnissen angeworben – gegen Straffreiheit. Vor einem Jahr starb Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz unter mysteriösen Umständen: Nach dem Tod ihres Anführers wurde die Wagner-Gruppe offiziell aufgelöst. (…) Dennoch kämpfen viele Wagner-Söldner weiter in Afrika: “Trotz des Todes von Prigoschin wird der Fußabdruck von Wagner auf dem Kontinent wahrscheinlich zunehmen”, sagen Analysten der Konfliktdatenorganisation Acled. In Mali kamen kürzlich bei Kämpfen mit einer Tuareg-Rebellengruppe bis zu 80 Wagner-Kämpfer ums Leben. Der neue Afrika-Korps, so wird die paramilitärische Struktur genannt, ist dem russischen Militärgeheimdienst GRU unterstellt. “Der Kreml will Wagner immer noch als geopolitisches Werkzeug benutzen”, sagt der Experte für russische Sicherheitspolitik, Mark Galeotti.