In Eisenberg wird eine 75-jährige Ukrainerin von einem Mann rassistisch beleidigt und geschlagen, in Berlin greift ein 46-Jähriger eine Frau aus rassistischen Motiven an. Alltag in Deutschland. Am Wohnungsfenster eines Täters prangt ein Hitler-Bild – keine Durchsuchung. Es vergeht kein Tag ohne eine rassistisch motivierte Straftat. Dabei werden nur die wenigsten Fälle öffentlich bekannt, weil viele Betroffene aus Mangel an Vertrauen in die Ermittlungsarbeit der Sicherheitsbehörden Übergriffe nicht anzeigen. Kommt es zur Anzeige, wird ein Vorfall oft nur bekannt, wenn die Polizei sie öffentlich macht und die mögliche Tatmotivation richtig einordnet. So geschehen an vor wenigen Tagen in Eisenberg bei Jena. Dort sind bei einem rassistisch motivierten Angriff zwei Menschen verletzt worden. Zuvor habe am Donnerstagabend ein 36-Jähriger auf eine 75 Jahre Frau eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Mann habe die ukrainische Staatsbürgerin rassistisch beschimpft, rechtsradikale Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt. (…) So geschehen an vor wenigen Tagen in Eisenberg bei Jena. Dort sind bei einem rassistisch motivierten Angriff zwei Menschen verletzt worden. Zuvor habe am Donnerstagabend ein 36-Jähriger auf eine 75 Jahre Frau eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Mann habe die ukrainische Staatsbürgerin rassistisch beschimpft, rechtsradikale Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt. Ein 55-Jähriger fuhr in seinem Auto vorbei und bemerkte den Angriff. Er forderte den 36-Jährigen demnach auf, seine Tat zu unterlassen. Daraufhin soll der Mann ihn geschlagen und sein Fahrzeug beschädigt haben. Der mutmaßliche Täter wurde vorläufig festgenommen. Hitler-Bild am Fenster – keine Wohnungsdurchsuchung Bereits am Nachmittag hatten Nachbarn die Polizei wegen lauter rechtsradikaler Musik aus der Wohnung des 36-Jährigen alarmiert. Als die Beamten die Straße erreichten, war die Musik in dem Mehrfamilienhaus schon wieder heruntergedreht worden. Die Polizei entdeckte auch ein Plakat mit einer Abbildung von Adolf Hitler im Fenster der Wohnung des 36-Jährigen. Die Polizei wollte die Wohnung durchsuchen, um das Plakat und mögliche rechtsradikale CDs sicherzustellen, die Staatsanwaltschaft habe dies jedoch abgelehnt, sagte ein Sprecher. Nach deutschem Recht dürfen Durchsuchungen von Wohnungen nur durch einen Richter, bei Gefahr im Verzug auch durch den Staatsanwalt angeordnet werden. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen den 36-Jährigen ein.

via migazin: 75-jährige Ukrainerin rassistisch geschlagen und beleidigt