Am Dienstag wurde zwischen Frankfurt und Bad Vilbel das Munitionslager eines mutmaßlich Rechtsextremen gesprengt, der sich seit dem 14. Mai vor Gericht verantworten muss. Er wollte laut Anklage damit „ihm unliebsame Personengruppen“ töten. Im Zusammenhang mit dem Prozess um mutmaßliche Umsturzpläne eines 27 Jahren alten Mannes am Landgericht Frankfurt haben Ermittler weitere Munition entdeckt. Diese wurde am Dienstag in einem Frankfurter Waldgebiet zwischen Bergen-Enkheim und Bad Vilbel kontrolliert gesprengt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen am Freitag auf Anfrage mitteilte. Der Angeklagte habe das Versteck während der Verhandlung Ende der vergangenen Woche selbst preisgegeben, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte für weitere Depots des Angeklagten, die er noch nicht in der Hauptverhandlung benannt habe. Zuerst hatte Radio FFH darüber berichtet. Bereits bei der Festnahme des Angeklagten im April 2023 in Bergen- Enkheim waren zahlreiche Waffen und Sprengkörper sowie weitere Munition gefunden worden. Unter anderem hatte der Mann eine Splitterbombe an einer Nylonschnur an seiner Zimmerdecke befestigt, die noch vor Ort kontrolliert gesprengt werden musste.

via faz: SPRENGUNG IM WALD: Munitionslager eines mutmaßlich Rechtsextremen entdeckt

siehe auch: Von einem mutmaßlichen Rechtsextremisten – Polizei findet verstecktes Munitionslager in Wald. Einem Mann wird vorgeworfen, einen Anschlag vorbereitet zu haben. In einem Wald bei Bad Vilbel findet die Polizei nun versteckte Munition. Im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren gegen einen mutmaßlichen Rechtsextremisten ist in einem Wald versteckte Munition entdeckt worden. Sie wurde am Dienstag kontrolliert gesprengt, wie das Frankfurter Landgericht am Freitag auf Anfrage mitteilte. (…) Der Mann gab demnach während der Verhandlung zu, er habe mehrere Munitionslager angelegt, unter anderem im Wald bei Bad Vilbel. Dem mutmaßlichen Rechtsextremisten wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt. Er habe “ihm unliebsame Personengruppen” töten wollen – insbesondere Muslime, Juden, Grünen-Politiker sowie Angehörige der LGBTQ-Bewegung, erklärte das Landgericht.