Die Potsdamer Landhaus-Geschäftsführerin Mathilda Huss pflegt offensichtlich Kontakt zu dem AfD-Europakandidaten Maximilian Krah. Beide vertreten offenbar krude Vorstellungen zu Genetik. Maximilian Krah (AfD), Spitzenkandidat der AfD für die anstehende Europawahl, will der neue, schneidige Mann von Rechtsaußen sein: In einem Manifest wirbt er dafür, dass die AfD selbstbewusst als rechts auftreten solle. Auf Social Media tritt er mit markigen Sprüchen auf wie „Echte Männer sind Rechts“ oder „Rechts ist geil“. Fotos, die die ARD-Sendung Kontraste vergangenen Donnerstag veröffentlicht hat, zeigen den AfD-Spitzenpolitiker nun gemeinsam mit Martina Mathilda Huss, der Chefin des inzwischen deutschlandweit bekannten Gästehauses Adlon am Lehnitzsee in Potsdam in ausgelassener Laune. Seit Jahren treffen sich dort rechtskonservative bis rechtsextreme Gruppen. Schlagzeilen hat das im Januar von Correctiv enthüllte Geheimtreffen gemacht, auf dem Pläne zur Vertreibung von Menschen aus Deutschland besprochen worden sind. (..) Eine Verbindung zwischen dem AfD-Spitzenpolitiker und der Adlon-Chefin hätte wohl Brisanz: Laut PNN-Recherchen besteht der Verdacht, dass Huss unter dem Pseudonym „Augusta Presteid“ an der Verbreitung kruder rassenideologischer Thesen arbeitet. „Augusta Presteid“ ist auch im Visier des Brandenburger Verfassungsschutzes: Man gehe davon aus, „dass die Person, die unter diesem Pseudonym geschrieben hat“, auch im Kontext sogenannter Vernetzungstreffen der Szene relevant gewesen sei, sagte Verfassungsschutz-Chef Jörg Müller vergangene Woche im Innenausschuss des Landtags. Die Behörde prüft auch die Einstufung der Villa Adlon als rechtsextremes Szeneobjekt. Die Äußerungen, die unter dem Pseudonym „Augusta Presteid“ verbreitet werden, ordnete auch der Verfassungsschutz im Innenausschuss des Landtags als rassenideologisch ein. In den Beiträgen von „Presteid“ wird unter anderem behauptet, Migration sei dem durchschnittlichen Intelligenzquotienten einer Bevölkerung abträglich. „Durch Migration findet eine Veränderung des Genpools statt“, sagt die Frau mit verpixeltem Gesicht in einem Video-Interview. Auch die Fähigkeit zur Demokratie sei genetisch veranlagt. In dem Interview fällt auch die Aussage: „Universale Menschenrechte sind einfach Unsinn“.

via tagesspiegel: „Rechts ist geil“ trifft Rassenkunde: Nähe zwischen Potsdamer Adlon-Chefin und AfD-Spitzenpolitiker Krah?

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