Im Flieder Volkshaus in Eisenach treffen sich immer wieder Anhänger verschiedener Neonazi-Gruppen – etwa zu Konzerten. Abgeordnete verschiedener Thüringer Landtagsfraktionen fordern, den Verfolgungsdruck auf Gastgeber und Veranstalter zu erhöhen. In Eisenach hat am 8. Juli ein Neonazi-Konzert mit rund 50 Besuchern stattgefunden. Das teilte die Landespolizeiinspektion Gotha auf Anfrage von MDR THÜRINGEN mit. Es seien drei Strafanzeigen im Zusammenhang mit der Veranstaltung gestellt worden. Es werde aber noch weiter ermittelt. Fotos des investigativen Rechercheprojekts “Recherche Nord” im Internet zeigen mehrere Konzertbesucher mit strafbaren Neonazi-Tätowierungen. Zu dem Konzert im sogenannten Flieder Volkshaus der Partei “Die Heimat” (ehemals NPD) waren nach MDR THÜRINGEN-Informationen auch Mitglieder des internationalen Neonazi-Geheimbunds “Hammerskins” nach Eisenach gereist. Bilder zeigen Hammerskin-Mitglieder verschiedener sogenannter Chapter aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Neonazi-Netzwerk orientiert sich mit seinen internen Hierarchien und den regionalen, nationalen und internationalen Ablegern an Rockerclubs. Ein in Thüringen ansässiger Rechtsrock-Versandhändler aus dem Umfeld der Hammerskins soll nach Informationen von Szenekennern das Konzert mit dem niederländischen Neonazi-Musiker “Flatlander” organisiert haben. Auch er soll dem Hammerskin-Bund nahestehen. Laut Polizei haben im vergangenen halben Jahr elf Veranstaltungen in der Eisenacher Immobile stattgefunden, darunter sechs rechtsextreme Konzerte und Liederabende
via mdr: Neonazis reisten aus ganz Deutschland zu Konzert nach Eisenach